Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bild und Bauwerke
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370821
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3372784
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Bau1verkc. 
und kam erst l834 wieder ans Tageslicht, um in öffent: 
lichem Aufstreich versteigert und vom Baseler Goldschmied 
Landmann erstanden zu werden. Von dem kam es in 
den Besitz des Obersten Theubert, welchem es die fran: 
zösische Regierung im Jahre 1854 fiir das Cluny:Musenm 
abkaufte. Das viereckige Relief ist ein Meter achtund: 
siebenzig Centimeter breit und fiinfundneunzig Centi1neter 
hoch; es besteht ganz aus Gold und ist von getriebener, 
mit dem Stichel retouchirter Arbeit. Die goldene Platte 
ist auf einer dicken Tafel von Zedernholz befestigt und der 
durchs Relief entstandene Zwischenraum 1nit einer harten, 
harzartigen Substanz ausgefüllt. Der Goldwert wurde 
auf vierzigtausend, der archäologische Gesa1nt1pert schon 
früher von Experten auf hundertundfünfzigtausend Franken 
geschätzt. Der byzantinische Charakter des Reliefs zeigt 
in Zeichnung und Ausführung eine gewisse Gros3artigkeit, 
welche auf ein Werk der lombardischen Schule schließen 
läßt, um so mehr, als auch die Hauptfigur, der Erlöser, 
nach der lateinischen und nicht nach der griechischen 
Tradition und Vorschrift dargestellt ist. Die Komposition 
des Reliefs besteht aus fünf Figuren, welche unter einer 
rundbogigen Arkatnr stehen, deren Bogen auf Säulchen 
ruhen. Jn der Mitte, unter einem etwas höheren Bogen, 
befindet sich der Erlöser, die rechte Hand mit den drei 
ausgestrecten Schwurfingern zum Segen erhoben, in der 
linken die Weltkugel. Zu seiner Linken stehen die Erz: 
engel Gabriel und Raphael, bekleidet und mit entfalteten 
Flügeln dargestellt; zu seiner Rechten ebenso der Erzengel
        

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