Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370697
Sdhlußs 
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der Arbeitsteilung und der Ueberlieferung, zu lernen ihr 
Recht und ihre Pflicht war, so hat sie es auf ihre Weise 
verwendet nnd eigentümliche Werke hervorgebracht, die sich 
bereits zu nationaler Selbständigkeit ab: und zusammen: 
schließen. Und während jene Kunst großen Stils aus der 
ersten Hälfte des Jahrhunderts  deren Fremdartigkeit 
niemand bekrittelte, obwohl sie aus Grund derselben nie 
volkstümlich geworden ist  verschwand, ohne eine Trag 
dition hinter sich zu lassen, ist dagegen die heutige Kunst 
der Naturwahrheit und Farbensti1nmung seit der kurzen 
Zeit ihres Ausbliihens in alle Lebenskreise gedrungen und 
hat bereits die Herzen des Volks erobert. Wer, mit 
Ausnahme eines beschränkten Kreises, hat sich früher um 
die Werke eines Veit und Overbeik, eines Cornelius und 
Steinle so bekümmert, wie sich jek,t alle Welt für die 
Bilder eines Knaus oder Defregger, eines Feuerbach oder 
Makart interessirt2 Schon diese Popularität unserer heu: 
tigen Kunst bezeugt, daß sie eine nationale ist, deren 
Wirksamkeit nicht spurlos verschwinden wird, wenn auch 
später, nach entwickeltem Kolorismus, eine Ritckwirkung 
von Form und Stil wieder eintreten mag.
        

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