Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370448
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Deutsche Malerei. 
Bildern wie die ,,Begegnung im Kahntt, die ,,Eiuladung 
zur Kahnfahrttt, ,,Lotte am StickrahmenH mit Werther 
zu ihren Füßen, und so weiter  Figuren aus der 
Atmosphäre desSalonlebens  fein Talent am besten 
zur Geltung. Bezeichnend für seine Kunstweise ist die 
niederländische Szene ei la Terburg: ,,Nach TischH. Die: 
selbe stellt eine musikalische Unterhaltung vor und ver: 
bindet äußerst fleißige Ausführung mit vornehmer Grazie 
und koloristischer Wirkung. Aber das alles ist so fein ge: 
tiftelt, so glatt lackirt, so ohne innere Spriihkraftt Man 
sieht den Figuren an, daß sie bloß zum Gemaltwerden 
auf der Welt sind und sich geduldig in ihr Schicksal er: 
geben  kurz, man vermißt den schöpferischen Funken. 
Den entgegengesetz,ten Standpunkt nimmt Ludwig 
von Hagn C1820J ein, der sich zu Anfang der fünfziger 
Jahre längere Zeit in Paris aushielt, um sein koloristisches 
Talent dort auszubilden. Obwohl an kein bestimmtes 
Vorbild sich anschließend, hat er jenen geistreichen,Vortrag 
gewisser Franzosen sich angeeignet, welcher, ohne ins ein: 
zelne sich, zu verlieren, das charakteristische Wesen einer 
Erscheinung mit breitem, saftigen: Pinsel wiedergibt. Was 
den Figuren an zeichnerischer Schärfe abgeht, wird durch 
den harmonischen Fluß der Massenwirkung ersegt, und 
indem am rechten Play,und im richtigen Maß die Farbe 
für die Form eintritt, entsteht eine einheitliche GesanIt: 
wirkung, die kein Detail vermissen läßt. Früher malte 
Hagn hauptsächlich Sittenbilder aus der Rokokozeit; später 
auch Szenen aus dem Kirchen: und Klosterleben, immer
        

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