Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370136
Historie. 
Max. 
Lindenschmit. 
479 
Das bevorzugte Motiv seinersBilder von etwas phan: 
tastischer Konzeption und schwärmerischem AnfIug ist die 
,,MärtyrerinH, das jugendlich schöne, leidende Weib; und 
das häufigste Ziel seiner ktinstlerischen Bemühungen ist 
die Rührung mit Hilfe des Mitleids. Diese Wirkung 
weiß er durch einfache Wahrheit, durch die 1nilde, massige 
Abtonung der Farbe, welche gleichwohl ihre Kontraste 
hat, und durch eine seelische Anmut der Darstellung zu 
erreichen, die sich freilich manchmal bis ins Krankhafte 
steigert. Auch der Szene bei Janus fehlt es nicht an 
überraschender Wirkung. Aber wenn Max gewöhnlich 
findet, so merkt man auch öfter, daß er gesucht hat, 
und mit der gar zu modernen Figur des Auferweckers 
ist dies der Fall. Wie man beim Gebhardtschen Christus 
an der Naivitiit des Malers zweifelt, so glaubt man 
beim Maxschen nicht an die Heiligkeit des Christus; denn 
der an des Töchterleins Bett sihende elegante Wunder: 
doktor erinnert zu sehr an den Magnetiseur und sein 
Medium. 
 Von kräftigerem und gesunderem Wuchs find die 
Schöpsungen Wilhelm Lindenschmits C1829J, der 
sich in Antwerpen und Paris ausbildete und realistifche 
Jndividualisirung mit historischem Stil zu einem har: 
1nonischen Ganzen zu verbinden weiß. Seit Anfang der 
sechziger Jahre Professor an der Münchener Akademie, 
widmete er sich vorzugsweise der Kostiimhistorie, wie Piloty, 
aber mit weit mehr Verständnis für den historischen Cha: 
rakter, sowie mit originellerer Auffassung und kräftigem
        

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