Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3370100
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Malerei. 
DcUksc9e 
Gleichgewichts wegen an die Thür, was ihn jedoch nicht 
abhält, kurz darauf einen gewaltigen Humpen zu leeren 
und den weisen Sokrates mit liebensn1iirdigem Kneip: 
hnmor auszuziehen. Tour comme chez n0us  nur 
mit etwas mehr griechischer Würde und attisehem Salz. 
Der Maler hat ein paar Kinder beigefügt und mit der 
einen Flötenspielerin des Plato sieh nicht begniigt, da 
unter den Figuren der linken Seite wohl mehr als eine 
weibliche ist. Die Weiber Feuerbachs haben etwas männ: 
liche Formen; er scheint sich in Rom ein sch1nalhtiftiges 
Modell angewöhnt zu haben. Agathons Gestalt schneidet 
das Bild und die sixzende Figur eines armen Geistes 
mitten durch  eine jener absichtlichen ZufälIigkeiten 
die mißsallen, nnd hier um so mehr, als dieses Opfer 
herzustellender Einheit den Eindruck einer Komposition in 
zwei Hälften eher verstärkt als vermindert. Dagegen hat 
die Zeichnung eine wohlthuende Sicherheit, die Auffassung 
ein hellenisches Schönheitsgefühl und die ganze Behand: 
lung den Charakter einfacher Größe. 
Ebenso ist die ,,JphigenieE der Stuttgarter Staats: 
galerie des hehren Bildes, das die Goethesche Dichtung 
in unserer Phantasie zurückgelassen hat, durchaus nicht 
unwürdig. Die Verbannte siht an der See, den Arm 
auf die Hafenmauer gestützt, und schaut traurig sinnend 
in die Ferne, ,,das Land der Griechen mit der Seele 
suchendU. Der auf der Hand ruhende Kopf ist von so 
schöner Empfindung, das; man den etwas kurzen Arm 
darüber vergißt. Das linke Bein ist allerdings ziemlich
        

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