Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3369560
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Malerei. 
Fmnzösischc 
ist vielmehr ans der Sepia: oder Tuschzeichnung entstanden 
und stammt aus England. Nichts erscheint natürlicher, 
als eine getnschte Zeichnung 1nit einigen leichten Farben: 
tönen zu erhöhen, und es kamen solche Uebermalungen 
ohne Zweifel auch schon früher des öfteren vor; doch erst 
gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wurde dieses Ver: 
fahren von einigen englischen Künstlern systematisch an: 
gewandt und zu einer förmlichen Technik erhoben. Sie 
untermalten die Schattenpartien ihres Bildes mit Tusch 
oder Sepia, um es dann mit durchsichtigen Farben zu 
lasiren, und brachten diese Art von Malerei zu einer ge: 
wissen Vollkommenheit. Der erste jedoch, der um das 
Jahr 1800 die eigentliche, ohne Untertuschnng gleich mit 
Farben konzipirende Aquarell1nalerei in Ausführung brachte, 
war der originelle englische Landschastsmaler Turner. 
Im Jahre 1805 entstand nun in London die erste  
sellschaft fiirEMalerei in WasserfarbenE, und von dort 
aus verbreitete sich das Aquarell über den Kontinent, 
zuerst nach Frankreich und später nach Deutschland, wo 
der mehr zeichnerische Charakter der Kunst diesem Ver: 
fahren weniger günstig war. Auch Italien, Spanien und 
die Niederlande lieferten ausgezeichnete Aquarellisten. 
Jm Aquarell tritt die Wasserfarbe mit einer voll: 
und selbständigen Technik auf, die sich übrigens von der 
Oeln1alerei nur durch diejenige Verschiedenheit der Aus: 
führung unterscheidet, welche die Natur des Materials 
mit sich bringt. Natürlich erlauben Papier, als Grund: 
lage der Farbschichte, und Gummiwasser, als Bindemittel
        

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