Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3369448
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Malerei. 
Französische 
der Ausführung. So ist sein ,,MeierhofH, eine Gruppe 
auSgetiipfelter, 1nonoton spinatgrüner Obstbiiu1ne, von einer 
so defperaten Naturnachahnnmg, das; er vor lauter Natur: 
Wahrheit ganz auSdrnrks7los wird.  Besser ist ein ,,Wald: 
saun1 bei FontainebleauU, der zwar gleichfalls sehr aus: 
geführt, aber von angenehmen Linien und herbstlirher 
Färbung ist, so das; hier schon die Natur idealisirend 
mithilft. Rechts ist ein junger Schlag, neben welchem 
ein in die Weite sich verlierender Weg hinliiuft; lintiJ 
Heideland, von einem fernen Berge begrenzt. Die Fern: 
flucht der Landschaft ist meisterhaft wiedergegeben, nnd 
der .Hiuunel wunderbar schön. Nirgends eine Spur von 
Effekthaseherei, die Malerei ist von absoluter Objektivität 
und so wahr und solid, das; man meinen könnte, das 
Bild sei mit dem Laub und Holze, der Luft nnd Erde 
der Landschaft selber gemalt, statt mit Farbe. 
Unter anderen seiner Bilder ist die ,,Sommerland: 
schaft aus dem BerryH besonders merkwürdig. Dieselbe 
scheint blos; zwei Farben zu haben, die Erde mit der 
Begetation und das Wasser mit der Luft, die sieh in 
ihm spiegelt. Das dichte Buschwerk und der fette Wiei3: 
grnnd, prangen im intensivsten Grün, der klare Fluß 
dazwischen schlängelt sich in die Ferne, und durch sonnen: 
helle Wolken schaut der tiefblaue Himmel. Das Sieh: 
entfernen des grünen Thalgrund8 ist wieder meisterhaft 
bewirkt, und die iippige, von Saft und Kraft stroyende 
Natur atmet die reinste Seligkeit. Die Malerei ist bei 
der feinsten Nuancirung, die mit diesem Spinatgriin die
        

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