Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3368945
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Malerei. 
sFrauzösische 
gerade mit den liebreichsten Worten zu geschehen scheint. 
Ein mit einer weißen Zipfelkappe geschmiickter Bauer streckt 
das Glas beschwichtigend seiner ergrinnnten Hälfte ent: 
gegen, welche die beiden Ar1ne auf den Tisch stennnt. 
Ein dritter Trinkers, der mit einem schwarzen Hute und 
Fracke, somit wahrsiheinlich mit irgend einer Dorswiirde 
bekleidet ist, macht eine ähnliche Bewegung, wobei er aber 
vorsichtig den darbietenden Arm auf die Stuhllehne stützt. 
Sein keifendes Weib jedoch, mit diirre1n Leibe nnd ge: 
1valtigcn Holzschuhcn, scheint keine Rücksicht auf dieses 
freundliche Entgegenko1n1nen zu nehmen. Sie hat ihr 
eheliches Gesponse etwas nnsanft am Rockkragen ergriffen, 
während die ausgestreckte Rechtesanf schleunige Entfernung 
deutet. Jm Hintergrunde ist es einem Weibe bereits ges 
lungen, ihren Mann der Thür zuzuführen, doch scheint 
die Abreise nicht ohne thätliche De1nonstrationen vor sich 
zu gehen. Auf dem Schenktische spiilt die Magd Gläser, 
ohne der Szene ihre Aufmerksamkeit zu schenken; sie scheint 
in dieser Beziehung bereits blasirt. Einige Gäste jedoch, 
worunter namentlich zwei Jäger, Vergnügen sich desto 
herzlichers. 
Weniger glücklich als Ganzes ist ,,Die Feuersbrunst, N 
eine bedeutende, hübsch aufgebaute Komposition, welche 
an Knaus erinnert, aber trotz, schöner Einzelheiten keinen 
rechten Gescnnteindrnck erreicht. Ein kleines ,,Franen:. 
portriitU dagegen, obwohl etwas skizzenhaft behandelt, 
gibt mit solcher Sicherheit überall das für den Eindruck 
der vollen Erscheinung Notwendige, daß das Fehlende
        

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