Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3368936
Realisn1us. 
Brcion. 
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hebt sich bis unter die Hüften keck vom blauen Himmel 
ab. Die Figur hat die Großartigkeit einer 1nonumentalen 
Konzeption ohne irgendwelche Einräumnng an den histo: 
rifchen Jdealismus.  Als eine Szene, die nicht im 
Freien vor sich geht, ist ,,Die VorleserinH zu nennen, 
ein allerliebstes Mädchen, das am Kan1in siZt, das Buch 
auf den Knieen, und ihrem Vater vorliest. Dieser, ein 
ioettergefchlagener, gewitzter Bauer, fiht im Lehnstuhl, die 
Hände auf seinem langen Stock, das Kinn auf den Hätt: 
den, nnd hört blinzelnd zu. Das halbabgewandte Profit 
des Mädchens ist reizend gezeichnet  man hört sie lesen; 
ihr von der Sonne gebräunter Kopf, ebenso fein kolorirt 
als1nodellirt, verbindet sich mit dein Kopftuch und der 
Umgebung zn einer wahren Farbenlust. 
Auch im ,,Blauen MontagH liefert der Künstler ein 
Jnterieur, indem er einen Ausflug ins komifche Gebiet 
macht, der ihm gleich gut gelingt, obgleich hier die un: 
geschminkte Wahrheit etwas abstoszend wirkt. Um das 
hölzerne Tischchen einer Dorffchenke sind einige Zecher 
versammelt. Die Hauptperfon, der Dorfschiitz.e, ist ein: 
genickt; sein Arm hängt herab und sucht nach einem 
Stiitg,puukte, den sein Schwert auf dein Boden gefunden 
hat. Sein Schiffhut liegt hinter seinem Sessel. ein 
Zeichen, daß er in tranlicher Gesellschaft seine Würde von 
sich gethan. Während aber so das Auge des Gesetzes 
entschlunnnert ist, sind die Ehehälften der übrigen Zecher 
in die Schenke eingebrochen, um die allzu dnrstigen 
Männer zur Heimkehr zu bereden, was übrigens nicht
        

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