Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3368515
Kolo1sismus. 
.Hcilbukhs 
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Hintergrunde eine breite Treppe mit herabkounnenden 
Mönchen. Jn der Gruppirung dürfte vielleicht etwas 
mehr Methode und Einheit, im Ausdrucke etwas mehr 
Energie sein. Dagegen ist auch die Farbe nicht mehr als 
bloßer Augensehmaus behandelt, sondern zu Stimmungs3: 
zwecken verwandt und die .Hauptpartie macht eine vor: 
treffliche Wirkung. Die Bahre bedeckt ein dunkelbrauner 
Teppich, auf dem ein weis; und gelbeS Tuch liegt. Der 
halbnackte, blasse Leichnam ist seiner violetten Strümpfe 
noch nicht entkleidet, während der Oberkörper wahrschein: 
lich infolge ärztlicher Untersuchung und vergeblicher Hilfe: 
leistung entblößt wurde. Gerade die richtige Mischung 
von Nacktem und Bekleidetem, von ernster und heiterer 
Farbe bringt das Ergreifende der Katastrophe, den plöss,: 
lichen Uebergang vom Leben zum Tode deutlich vor unsere 
Sinne und das Kolorit wirkt hier in richtiger Weise als 
ästhetisches Werkzeug. Der Hintergrund weicht genug 
zurück, obgleich das geheimnisvolle Helldnnkel, das hier von 
so großer Wirkung hätte sein können, allzu sparsam an: 
gewandt ist. 
  einer fpätern Ausstellung erschien Heilbuth mit 
mehreren Bildern. Das größte derselben stellt ,,Ulrich 
von HuttenH dar, wie er von Kaiser Maximilian in 
Aug43burg zum Dichter gekrönt wird, und enthält eine 
1lnmasse von Köpfen und Figuren. Jn der Mitte kniet 
der Dichter, dem eine weißgekleidete Jungfrau den got: 
denen Lorbeerkranz aussetzt; hinter ihr befinden sich Kaiser 
1md Gefolge nnd hinter dem Dichter eine Schar von
        

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