Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3368427
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Frouzösische Malerei. 
koloriftische Rolle ge1niitlich abwickeln kann, so läßt sich hier 
das draniatifche Gewicht der Handlung nicht in der Farbe 
ersäufen. Dazu kommt, daß der Mantel des Blutrichter8:3 
in seiner niißfiirbigen Länge eine zu große Monotonie 
und das ko1nplementäre Griin des andern Gewands in 
seiner breitenkAnwendung einen zu trivial:direkten Gegensatz 
zum roten Grundton bilden, um nicht mit dem übrigen 
so reich nnd fein gestinnnten Kolorit außer Verhältnis 
zu treten, etwa wie zwei einfarbige, wenn auch harn1o: 
nirende Flecke auf einein vielfarbigen Teppich. 
Besonders nicrkwiirdig ist Regnanlts3 Geschicklichkeit 
in Handhabung der Wasserfarben. Die Keckheit und 
Breite seines Vortrags, die Sicherheit und Fliichtigkeit 
seiner Hand, so groß diese sind, werden noch von dem 
Feuer des Tons und von der Kraft der Wirkung übers 
trosfen; in dieser Beziehung stehen feine Aqnarelle fast 
noch über den Oelbildern. Neben einigen spanischen 
Kostiiinskizze11 und mehreren architektonischen Ansichten  
worunter namentlich das Innere der Kathedrale von 
Bnrgos  ragen auch hier die Studien aus der Alha1nbra 
so wie ein niaurischer Hof in Granada, mit Oleander: 
biischen, riihmlich hervor. Am vollendetsten jedoch sind 
drei große Aquarellbilder, zu welchen das Jnnere des 
Hare1ns den Stoff lieferte, und die Regnault während 
der Pariser Belagerung fiirl seine Braut malte. Zwar 
find die Figuren auch hier nur als farbige; Beiwerk 
behandelt und gehören sozusagen zu den Teppichen, auf 
welchen sie liegen, oder die sich als Vorhiinge hinter ihnen
        

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