Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3368145
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Malerei. 
Französijche 
1lnmittelbarkeit zu bewahren. Sein Verfahren ist ungemein 
flott und ganz dem koloristischen Prinzip gemäß. Die 
Farbe ist breit, keck, paftos hingeseHt nnd die Form mit 
wenig Aufwand zur Geltung gebracht  große Massen und 
sparsames Detail. Mit einigen kräftigen Falten ist die 
Kleidung 1nodellirt und die Bewegung ausgedrückt. Jeder 
Gegenstand ist so ganz im Ton, als ob er aus einer 
einzigen Farbe bestünde, dabei aber so vollständig in der 
plastischen Wirkung, als ob das Einzelne aufs genaueste 
ausgeführt wäre. Die Gegenstände sind so behandelt, 
wie man sie aus der durch den Maßstab des Bildes 
bestimmten Entfernung sieht; jede Modellirung ist da, 
aber hinter einer Luftfchikhte, welche die Schärfe der 
Formen mildert. Allerdings erleichtert sich der Künstler 
seine Aufgabe dadurch, daß er gewöhnlich auf die Tiefe 
des Raumes berzichtete und seine Figuren auf einer nahen 
Wand abhebt. Von einer Luftperspektive der Ferne kann 
also nicht die Rede sein; der lebhafte Eindruck ist 
vielmehr durch die richtige Anwendung des koloristisch: 
realiftischen Prinzips erreicht, welches die gleich weit ent: 
fernten Gegenstände auch auf denselben Plan bringt; 
sowie durch den geschickt eingehaltenen Grad der Aus: 
führung,f der alles Körperliche, ohne die nötige Bestimmt: 
heit zu opfern, ungemein weich und lustig erscheinen läßt. 
Dabei hat Bonnats Kolorit etwas eigentümlich Ganzes 
nnd Kräftiges, das seine Vermittlung nicht in graulichen 
und bräunlichen Tönen sucht, sondern Unerschrocken in 
die Farbe geht, troy,dem jedoch einen ruhigen Ernst
        

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