Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3368045
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Französifche 
Malerei. 
ihr, auf dem Bedientenplat3, sitzt zwar nicht der Teufel, aber 
seine Großmutter in Gestalt einer abgerissenen Kupplerin 
von Portiere; und statt der Pferde führt sie vier Männer 
in Renaisfancetracht am Zügel. So äußerlich wie seine 
Auffassung ist, troZs aller Geschicklichkeit, auch Coutures 
erkünstelte Technik, die sich mehr bemüht, eine gute Malerei 
zu scheinen, als zu sein. Das ist kein gesunder saftiger 
Pinselstrich. Der Quell seiner Schaffenskraft floß denn 
auch immer dürftiger und seine zur Zeit viel besuchte 
Schule war weder von Dauer noch von Nachwirkung 
Schließlich warf er sich noch der Bildhauerei in die Arme, 
Unter den Koloristen ernsteren Stils ist Paul. 
Baudry  einer der bedeutendsten; und 
seine ,,Fortuna mit dem KindeH im Luxembourg, kann 
ihre venetianische Abstammung nicht verleugnen. Er hat 
die südlichen Meister der Farbe und des Lichts  Titian, 
Veronese, Correggio  mit Frucht studirt 1md auch die 
Spanier nicht verachtet. Seine ,,Büs;ende Magdalenatt 
ist ohne Zweifel ein schönes Bild, das die Augen jedes 
Beschauers unwillkürlich fesselt. Das Modellirte ist vor: 
trefflich behandelt, wie auch das Haar. Das ist Fleisch, 
wirkliches Fleisch und kein Holz oder Postpapier; doch ist 
der Ton etwas zu graulich, das veronesische Silbergrau 
ist hier etwas schmugig geworden. Ebenso hat seine 
,,Venus, die Toilette machtH, einzelne Partien von be: 
wundernswerter Farbe, welche durch die zartesten Schatten, 
durch die leichtesten Uebergänge, die kaum die Veränderung 
des Grundtons bemerken lassen, die Formen zu ihrer
        

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