Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3367814
Reales 
Gem:ebild. 
Vibert. 
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spanischen Ehepaares. Dem Bräutigam, schon zu Pferd, 
die erwartungsvolle Braut hinter sich, wird noch ein 
Satteltrunk gereicht  zur Stärkung, wie sichtlich der 
mit seinen An1tSbrüdern pokulirende Pfarrer sagt, dem 
mehr erotische Schalkhaftigkeit als geistliche Salbung aus 
den finnlich herüberbli13enden Augen schaut. Die Mama 
ergibt sich mit der Philosophie der Erfahrung in das 
allgemeine Schicksal der Mütter und Töchter, während 
die stillen Betrachtungen der beneidenden Brautjungfern 
den Mahnruf: ,,Gehet hin und thut desgleichentl, offen: 
bar überflüssig machen. ,,Die Grille und die Ameisen 
illustrirt die alte Fabel mit neuer Komik. Auf ödem 
Schneefeld begegnet ein dickbäuchiger, mit Gänsen, Hiihnern 
und den präcbtigsten Viktualien beladener Kapuziner einem 
hungrig schlotternden Spielmann und beantwortet dessen 
Bitte um Almosen mit einem Achselzucken salbnngsvollster 
Ablehnung, das deutlich sagt: Ich bettle selber  aber 
ich habe ein Recht dazu. 
Auch Worms ergeht sich gern in Spanien. ,,Vor 
dem AlkaldenH zeigt er uns einen ländlichen Hidalgo 
mit zwei Frauenzim1nern in Unterhandlung, die, wie es 
scheint, beide Ansprüche auf fein Herz haben. Im ,,Abs 
gnug zur ParadeU kehrt der Künstler zur Heimat zurück. 
Ein langer, sorgfältig hergewichfter Dragoneroffizier gibt 
ein kleines Paradevorspiel seiner Frau Gemahlin, die in 
ihrem Solon Charles X., und mit den Schinkenärmeln 
jener Zeit geschmückt, der eleganten Haltung ihres Helden 
den gebührenden Tribut zollt.
        

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