Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3367544
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Malerei. 
Fkunzösische 
Umrisse zu verbergen, sie vielmehr zeichnet 1nit Wohl: 
gefallen. Die schlanke und kräftige Gestalt hat großartigen 
Charakter und der leicht gebräunte Kopf mit seinen festen 
Flächen und schwellenden Linien, seinen tief schwarzen 
Augen und üppig gewölbten Lippen atmet jene stolze 
Sinnlichkeit, jene verborgene Leidenschaft, welche diese 
Rasse kennzeichnen.  Ja seiner ,,WaldnympheH hat sich 
der Künstler etwas mehr der klassischen Richtung genähert, 
aber nicht ohne über diese jungfräuliche Nacktheit, wie 
einen Schleier, jenen Zauber der Keuschheit zu breiten, 
den er allen seinen Gestalten mitzuteilen weiß. 
Es läßt sich denken, daß .HeZbert auch für das weih: 
liche Porträt sehr begabt ist. Unter verschiedenen fiel 
uns eines mit blauem Kleide und dem Hintergrund einer 
Goldtapete auf, das, wenn auch etwas verschwommen, 
doch zart modellirt, harmonisch gefärbt und von jener 
zeichnerischen Feinheit ist, die in der Stosflichkeit des 
heutigen Kolorismus mehr und mehr zu verschwinden 
droht; namentlich ist die Hand ein Meisterstück höchsten 
Formgefühls.  
Curzvn. 
1Iaudellr. 
Jalal1erk. 
Hain. 
1delxxs 
Ein liebenswiirdiges und vielfeitiges Talent zeigt 
Alfred Curzon C1820J. Seine ,,Gruppe neapoli: 
tanischer Weibern ist höchst anziehend, die .Komposition 
einfach, aber wohlgeordnet, die Farbe, ohne tief zu sein, 
angenehm. Die Mädchen sind schön 1md sinnig, und 
das Kind, welches Garn hält, ist allcrliebst. Die Figuren
        

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