Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3367476
Kostümhiftorie. 
Luminais. 
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durch sich selber als durch den Einklang des Kontrastes zu 
ihrer Geltung kommen. Der .Hintergrund im Freien, der zu 
weit vortritt, zeigt alsbald, daß es hier an der nötigen 
landschaftlichen Kenntnis fehlt. Die Natur selber, günstig 
beleuchtet, opfert viel mehr Detail als diese unerbittliche 
Malerei. Aber wenn auch dieses Werk kein tadelloses ist, 
so zeugt es doch von einer großen künstlerischer: Anstrengung, 
deren Ergebnisse sehr interessant sind. 
Auch Luminais, nachdem er es mit verschiedenen 
Gattungen versucht, hat sich schließlich in die Vorzeit 
zuriickgezogen und die gallischen und merovingischen Lebens: 
kreise zu seiner eigentlichen Domäne erkoren, ,,Vor Roms 
ist eine Szene gallischer Jnvasion. Eine Kriegerschar zu 
Pferde, der Anführer in der Mitte, wirft einen Blick 
liisterner Begehrliehkeit auf die ewige Stadt, welche aus 
hel1beschienener Ferne viel versprechend herüberglänzt, with: 
rend eine Sturmwolke vor den verdächtigen Ankömmlingen 
herzieht, wie ein Symbol der Zerstörung. Ein ähnliches 
Bild, ,,Die PlänklerE  vielleicht noch vorziiglicher durch 
die einheitliche Kraft des Eindrucks  zeigt zwei gallifche 
Soldaten, die sich zur Erde bücken, um zu horchen. Sie 
sind außerordentlich lebendig und von ebenso richtiger 
Bewegung als wildem Charakter. Auf diesen beiden 
sehr verdienstlichen Gemälden sind die Figuren mit großer 
Sorgfalt behandelt, was sie nicht hindert, mit der 
Landschaft ein stin1mungsvolIes Ganze zu bilden.
        

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