Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3367053
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indem er der Ausstellung drei Bilder hinterließ, wovon 
das dritte, ein FaYnilienporträt, nicht ganz fertig wurde. 
Biänouvilles Malerei prangt nicht durch die Farbe, die 
etwas trocken ist, zeichnet sich aber durch tüchtigen Stil, 
historische Auffassung und tiefe Empfindung aus. Das 
bedeutendste seiner hinterlassenen Bilder hat denselben 
Heiligen zum Gegenstand: ,,Die heilige Klara empfängt 
den Leichnam des heiligen FranziskusH. Der ätherische, 
in eine braune Kutte gehüllte Körper des Entschlafenen 
liegt i1n Vordergrunde auf einer mit rotem Teppich und 
weißem Tuche bedeckten Tragbahre. Vor derselben siyen 
zwei von hinten geseheue weibliche Gestalten in tiefer 
Trauer. Auf der andern Seite der Bahre erscheint die 
heilige Klara mit ihren Nonnen; aus der geöffneteu 
Klosterpforte treten deren mehr und mehr. Links vor der 
Bahre Mönche mit Fackeln, an ihrer Spiye ein betender 
Priester in reichem Ornate, ein aufgefchlagenes Buch in 
den Händen. Rechts, i1n Hintergrunde sich verlierend, 
zudrängendes Volk. Der verschiedenartige Ausdruck des 
Sch1nerzes in den um den Leichnam versammelten Nonnen 
ist meisterhaft. Die heilige Klara betrachtet mit erhabenen 
Händen und gesenktem Haupte den werten Toten; ihr 
Kunnner ist ein inniger, aber milder, von frommer Er: 
gebuugsgebändigter. Neben ihr beugt sich eine Nonne 
in leidenschaftlicheu1Sihmerze weit vor über eine andere, 
die, ganz in Weh aufgelöst, halb bewußtlos zu den Füßen 
der Leiche hingesunken ist, den Arm auf die Bahre und 
den Kopf auf die Hand stützend. Eine dritte, bitterlich
        

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