Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3367046
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Französische Malerei. 
allgemeinere Anerkennung vcrschasste  ein Kranz nackter 
Mädchengestalten von anmutiger Bewegung nnd flüssigen 
Linien, die Formen mehr verschwommen als durchgeführt, 
charakterisirt ganz seine Darstellungsweise. Dabei ist je: 
doch seine Malerei etwas schwer, gleich als ob er Furcht 
hätte, das ganze märchenhafte Bild möchte sonst in Lust 
1md Duft vergehen. Er hat sich übrigens auch in Szenen 
aus der italienischen Renaissancezeit mit Erfolg versucht; 
so in dem Bilde ,,Florentinischer SonntagttJ einer Ge: 
sellschaft lebensfroher Menschen. Ebenso ist sein  
gräbnis eines jungen Mädchens in Venedigtt, gleichsam das 
Gcgenstück des vorigen, eine hübsche Komposition. Der 
liebliche Leichnam liegt auf der Bahre in einer Gondel, 
welche durch die mondbeschienenen Lagunen schleicht. Zu 
den Füßen der Toten hebt sich die Silhouette eines beten: 
den Priesters vom Nachthimmel ab. Jhr zu Hijupten 
befindet sich eine Gruppe leidtragender Mädchen in weißen 
Mänteln; einige dieser Gestalten phantaftischen Anflugs 
halten ein Trauerbanner, das im Winde flattert. Das 
Bild hat poetische Stimmung; aber was die Malerei 
betrifft, so sind die guten Absichten nur angezeigt, nicht 
erreicht.  
Eines der begabtesten Talente der jüngeren, aber 
vorrealiftischen Generation ist L6on B6nouville 
 der mit seinem ,,Tod des heiligen Frau: 
ziskus von AssisiU, einem Bilde voll Ernst und Jnnigkeit 
CSalon 1853J, seinen Ruf begründete. Leider starb er 
inmitten einer Entwicklung, die zu Hoffnungen berechtigte,
        

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