Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Maler und Gemälde
Person:
Pfau, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364745
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3366778
Vorläufer der 
Die 
modernen 
sSchulZ. 
Jngres. 
143 
So erinnert zum Beispiel der aus dem Meer austauchende 
Gegenstand, an welchen Angelika gefesselt ist, mehr an 
einen riesigen Zuckerhut als an einen ordentlichen Felsen. 
 Nicht ungern versuchte sich Jngre3 auch im historischen 
Genre, wie ,,Der Tod Leonardo da Vincis3tt, ,,Heinrich IV. 
empfängt  1nit seinen Kindern spielend  den spanischen 
Gesandtentt, ,,Ludwig XIV. und Molierett und Achn: 
liches. Trog der sorgfältigen Ausführung, der historischen 
Genauigkeit und selbst einer gewissen malerischen Eigen: 
schaft lassen jedoch die meisten dieser Bilder einer un: 
gelenken Phantasie den Beschauer unbefriedigt: es fehlt 
am Fluß der Linien, an frischem Leben, an freier Be: 
wegung.  Geradezu überraschend durch ihr Kolorit da: 
gegen sind zwei Geurebilder, welche den ,,Papst Pius VIl. 
in der Sixtinischen Kapellett, umgeben von den Würden: 
trägem der Kirche, darstellen  wo also die Handlung 
abwesend und die Gruppirung gegeben ist. Hier hat die 
Farbe eine Wärme und Sättigung bei einer vortrefflichen, 
die Tiefe der Riju1nlichkeit wiedergebenden Gesamtwirkung, 
wie sie der Künstler sonst nirgends wiedergefunden hat, 
und die ihn geradewegs zu einem bedeutenden Koloriften 
stempeln.  Sein Hauptwerk aus der christlichen Legende, 
,,Das Martyriun1 des heiligen Symphoriantt, ist ebenso 
hervorragend durch die tüchtige Ausführung der einzelnen 
Gestalten als wenig erbanlich durch die ungeschickte An: 
ordnung gehäufter Figuren und ineinandergedrängter 
Gruppen. 4 Dasselbe gilt von seine1n andern Hauptwerk 
ans dem antiken Kreise, der ,,Apotheose Honier:iH. Hier
        

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