Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aphorismen zur Lebensweisheit
Person:
Ruskin, John Feis, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3362072
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364574
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zur Entwicklung ihrer Kunst nothwendigen Zucht 
standhaft unterwerfen. Diejenigen, denen sie Ver: 
gniigen bereiten sollen, müssen sich stets klar darüber 
sein, daß ihnen diese listigen Künstler nicht zu 
Gebot stehen, wenn sie selber nicht doppelte Arbeit 
schaffen, um jene mit Speise nnd Trank zu vers 
sorgen. 
6. Es ist die Pflicht der Regierung hinsichtlich der 
Arbeits:Vertheilung zuvörderst für die Bedürfnisse 
der Aermsten zu sorgen; sie muß deßhalb die 
Nebengassen jeder Stadt unter ihre besondere Obhut 
nehmen, indem sie die mehr oder minder Vornehn1es 
ren, je nach ihrem äußeren Glanz, der eigenen Für: 
sorge überläßt. Und es ist die Pflicht des Magistrats 
und der anderen Vorgesetzten, insbesondere aller Bis 
schöse, aufs genaueste, die Zahl der Aermsten in der 
Gemeinde, wie auch die Art ihres Lebengunterhaltes 
und ihrer Lebensweise zu kennen und sich zu über: 
zeugen, daß wenigstens sie ein züchtiges und behags 
liches Leben führen, denn wenn nach aller heilsamen 
Zucht der Armuth, die Armen nicht rechtlich sind, was 
muß nach allen gesahroollen Prüfungen und Versuch: 
ungen der Zustand der Reichen seinP Sind aber 
anderseits die Armen wohlbesorgt und rechtlich, dann 
auch haben die Reichen, wenn sie ein ehrbares und 
anständiges Leben führen wollen, Aussicht in das 
Himmelreich zu kommen.
        

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