Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aphorismen zur Lebensweisheit
Person:
Ruskin, John Feis, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3362072
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3364395
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Aufgabe des Gottesgelehrten die Jrrthümer des Als 
terthums zu verdammen und die des Philologen, die 
Gründe dafür zu finden. Ich möchte Sie nur bitten, 
mit Geduld und menschlicher Sympathie die Gedanken 
von Menschen zu lesen, die in einer dunklen Zeit, die 
sie nicht ändern konnten, ein tadelloses7Leben führten, 
und daran zu denken, daß, wie berechtigt man sein 
mag, die Behauptung: ,,Es giebt keinen Gottts als 
Thorheit zu bezeichnen; jene Thorheit hoffährtiger, 
größer und weniger verzeihlich ist, die da behauptet: 
,,Es giebt keinen Gott außer für mich.H CQ. Ah 
äRunst 
und 
GidAkitikk. 
Die Homerischen Gedichte sind nicht didaktisch er: 
dacht, doch, wie alle gute Kunst, sind auch sie ihrem 
Wesen nach didaktisch. Man wird mehr nnd mehr 
unempfindlich für diesen Charakterzug, man geht sogar 
soweit, ihn gänzlich zu leugnen. Dies ist einer der 
seltsamsten Jrrthü1ner der Neuzeit, die unausbleibliche 
Blindheit eines Jahrhunderts, welches die Kunst nnd 
Litteratnr nur des Genusses halber gepflegt hat und 
nunmehr für deren einstmalig didaktische Sprache 
kein Verständniß hat; eines Jahrhunderts, welches 
aus privaten Interessen sich an einen berufsmäßigen 
didaktischen Unterricht gewöhnt hat nnd mit de1n.jes 
weilig vorherrschenden Laster Cinsbesonderss mitsder
        

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