Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aphorismen zur Lebensweisheit
Person:
Ruskin, John Feis, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3362072
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3362870
bereitwilliger Unrecht thun, das nicht wieder gut 
gemacht werden kann, und mit der Barmherzigkeit 
geizen, die man nur einmal spenden kann, und die, 
wenn versagt, versagt bleibt auf immerP 
Ich halte Euch für besser, auch die Selbstsüchtigsten 
unter Euch, als daß Ihr, wäret ihr klar über Eure 
Handlungsweise, so handeln könntet. Und die Frage, 
dermaßen kurz gefaßt, tritt, wie mich dünkt, nicht 
minder ernst an Euch heran. Wäre Euer Leben bloß 
ein Fieberanfall, der Wahnsinn einer Nacht, deren 
Thorheiten bei Tagesanbruch so gut wie vergessen 
sein würden: dann läge wenig daran, wie Ihr die 
elenden Stunden verzettelt, welchem Zeitvertreib Ihr 
gefröhnt, welche Wahngebilde Ihr gedankenlos mit 
den getäuschten Blicken schlaflosen Irrsinns verfolgt 
habt. Ist die Erde weiter nichts als ein Kranken: 
hausP Sollen Heilung und Himmel später kommenP 
Dann, wenn es euch darum zu thun ist, spielt in 
den Zellen eines KrankenhausesI Flechtet aus seinem 
Stroh welche Kronen Ihr wollt; sammelt dessen Staub 
als Schätze, und sterbet bei solchem Reichthume. 
Wiewohl sich Eure sterbenden Hände an die schwarzen 
Stäubchen in der Luft festklammerten: dennoch dürfte 
es gut um Euch stehen. 
Wenn aber dies Leben kein Traum und die 
Welt kein Krankenhaus, sondern Euer ererbter Palast 
ist; wenn Friede, Freude, Macht, die erreichbar sind,
        

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