Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aphorismen zur Lebensweisheit
Person:
Ruskin, John Feis, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3362072
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3363973
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sondern wie wir jetzt Alle, so wird auch er von der 
oEc,0p0mJv7i der Zeit in Versuchung geführt, den inner: 
sten Kern der Dinge von den Kundigen zu erfahren. 
Die Sirenen locken Odysseus mit den .Schmeichels 
Worten 
clU: 
,,Komm, o gefeierter Ruhm der Athäer, 
Lenke das Schiff hierher, um unsern Gesang 
zu 
vernehmen0, 
und sie versprechen ihm Alles zu offenbaren, was 
auf Erden nachgöttlichem Rathe geschah und ges 
schieht. 
Jst es nicht seltsam, daß man schon in so mys: 
tischer:Zeit die Gefahr dieses Durstes nach, Erkennt: 
niß vollkommen eingesehen hatP Jst es nicht noch 
seltsamer, daß drei Jahrtausende verflossen sind und 
wir die Lehre noch nicht beherzigt haben; daß wir 
immer mehr und mehr ruhelos unsere Kenntnisse zu 
vermehren trachten, statt sie zu gebrauchen; daß wir 
immerzu Neues ergründen und erforschen wollen, 
wobei aber das Vorwärtsdrängen immer heftiger, 
unsere Bewunderung immer kälter, unsere Ehrfurcht 
immer stumpfer wird. 
Der an den Mast. gefesselte Ulysses des Homer 
bleibt jedoch am Leben. Der .Ulysses des Dante ist 
auf,Hander4e Weise san den Mast gefesselt. Er bleibt, 
troH.des Schutzes der Athene und trog .aller seiner, 
Siege über das Schicksal, unter der Versuchung. Neues
        

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