Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was wir lieben und pflegen müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3360215
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3361182
67 
Ebene eines hochkultivirten Landes; er denke sich 
das Schattendunkel anmuthsvoller Wälder und den 
Farbenschmelz lieblicher Wiesen hinein; er möge den 
Raum bis zum äußersten Gesichtskreis mit unzähligen 
und mannigfaltigen Bildern ländlichen Lebens aus: 
füllen, heitere Bächlein durch ihre Auen leiten, hie und 
da Häuschen an ihre Ufer streuen, liebliche Fnßpfade 
durch ihre Baumreihen winden und ihre Gefilde be: 
leben mit frohen Heerden, mit Punkten langsam dahin: 
schleichenden Viehs; und wenn er endlosen Borstellens 
müde ist und kein PläHchen mehr bleibt, das nicht 
seinen besondern Liebreiz hat, dann denke er sich von 
einem Saum des Horizonts zum andern diese ge: 
waltige Ebene mit ihren endlosen Schätzen natürlicher 
Schönheit und wonnigem Menschenleben, wie ein 
gewirktes Gewand, von Gottes Hand zusammengei 
zogen und reiche Falten werfend, wie einen Mantel, 
der von Königs Schultern wallt. Er denke sich, wie 
die schimmernden Bäche von Sturz zu Sturz sehäue: 
men, wie entlang ihren Gründen und Abhängen 
sich die Wälder rückwärts lehnen, gleich einem 
Reiter dessen Pferd strauchelt. Er denke sich all 
ihre Dörfchen in die Thalwindungen eingenistet und 
alle ihre Weiden ausgebreitet wie hohes thaubesprenkels 
tes Wellengrün  sich endlos schwenkendV 
und senkend, hie und da mit einer halb 
im Gras, halb in der Luft rastenden
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.