Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was wir lieben und pflegen müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3360215
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3361011
50 
Gestaden der Schweizerseen bis an den Fuß ihrer 
niederen Berge reichen; dort wächst wild und üppig 
das mit wildem Enzian und weißer Narzisse durchs 
sprenkelte Gras. Folge den sich schlängelnden Bergs 
Pfaden, unter gewölbten, ganz von Blüthen um: 
schleierten Aesten  Pfade, die unaufhörlich auf und 
ab gehn, duftige Wellenlinien, die sich jäh bis an das 
blaue Wasser strecken, hie und da mit neugemähtem 
Futter bedeckt, das mit schwächerem Duft die Lüfte 
würzts. dann schaue zu den höheren Bergen hinauf, 
wo die ewig grünen Wellen geräuschlos in die tannen: 
beschatteten Lichtungen hineinfließen, und endlich, viel: 
leicht, wird uns der Sinn jener schlichten Worte des 
147. Psalms klar: .,Er läßt das Gras auf Bergen 
wachfen.ss 
Gräser. 
Winzige SamenbelJälter, feinkörnig, feder: oder 
daunenartig, die in die blühenden Felder bräunliche, 
seltsam zitternde und tanzende Staubkörnchen mischen 
und ihren Oberflächen entlang weithin ein Silber: 
grau wie Sommerfäden, dazu einen flaumartigen 
geheimnißvol1en Dunst, nicht nur im Morgenthau 
oder im Mittagsglanz, sondern auch durch die zit: 
ter..de Bewegung der feinen, baumartigen Gebilde 
werfen, deren jedes einzelne ein Thürmchen ist mit 
Kornglöckchen, die immerzu läuten. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.