Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was wir lieben und pflegen müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3360215
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3361875
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Der Thor möchte beständig Raum und Zeit kürzen, 
der Vernünftige sie ausdehnen; der Thor möchte Raum 
und Zeit tödten, der Vernünftige sie sich aneignen, 
um sie zu beleben. Die Eisenbahn, lernen wir sie 
erst verstehen, ist nur ein Mittel, die Welt kleiner 
zu machen .  Wir werden schließlich zugeben müssen, 
was wir schon längst hätten wissen sollen, daß Denken 
und Sehen das Köstlichfte auf Erden ist, nicht Galops 
pieren .  Zu Fuß hat man die meisten Botsch aften 
der Religion übermittelt, und fürwahr sie schneller als 
zu Fuß mitzutheilen, hält schwer . . . Alles Glück und 
alles Edle ist um uns, und wir vernachlässigen es 
immerzu, und bis wir selber gelernt haben, glücklich 
und edel zu sein, haben wir selbst den Jndianern 
nicht viel zu sagen. Die Aufregungen des Pferde: 
renneus und Jagens, die Freuden der Gesellschaften 
bei Nacht, statt bei Tag, der kostbaren und langi 
wierigen Bravour:Musik, der kostbaren und lästigen 
Kleidung, des herzbrechenden Wettstreits um Stellung, 
Macht, Reichthum oder Schein und alle Geschäftigkeit 
ohne Ziel und alles Nichtsthun ohne Muße  mich 
dünkt es, daß wir nicht ehrgierig zu sein brauchen, um 
diese gemeinen Genüsse zu verbreiten. Alle wahrhaftigen 
und heilsamen Genüsse waren allezeit, wie heute, dem 
Menschen zugänglich, zumeist zugänglich durch die 
Pforten des Friedens. Schauen, wie das Korn aufs 
geht, wächst und reift, bei Pflug und Spaten Ath em
        

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