Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was wir lieben und pflegen müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3360215
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3361761
125 
kirche wahrnehmen kann. Sie besiHt den Farbenreiz, 
welcher den meisten Erzeugnissen des Orients eigen ist; 
doch verdient es insbesondere heroorgehoben zu werden, 
daß die Venezianer das einzige Volk waren, die vollauf 
mit diesem mächtigen Trieb der orientalischen Rasse syms 
pathisirt zu haben scheinen. Sie mußten freilich Küust: 
ler aus Konstantinopel kommen lassen, um die Mosaiken 
für die Kuppeln zu entwerfen und die Farben für die 
Vorhallen zusammenzustellen; doch eigneten sie sich 
die Kunstfertigkeit schnell an und unter ihrer Hand 
ward, unter männlicherm Temperamente, die Kunst, 
darin die Griechen sie unterwiesen hatten, weiter ents 
wickelt. Indessen die Bürger und Ritter des Nordens 
ihre dunkeln und düsteren Burgen aus Eichenholz und 
Sandstein erbauten, iiberdeckten die Kaufherren von 
Venedig ihre Paläste mit Porphyr und Gold. Als schließ: 
lich ihre großen Maler Farben erfunden, kostbarer als 
Gold und Porphyr, verwendeten sie diese verschwens 
derisch auf ihren von den Meereswogen bespülten 
Mauern, und heute noch, da die volle Gluth unter 
dem Rialto hinströmt, wird sie geröthet vom Widers 
strahl Giorgonischer Farben. 
Venedig 
in 
feiner 
Blüthe. 
 Eine Stadt aus 
noch eine Stadt aus 
ragd. Fürwahr, alle 
MarmorP  Nein  mehr 
Gold, ihr Pflafter aus Sma: 
Thürme, alle Zinnen glänzten
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.