Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was wir lieben und pflegen müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3360215
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3361647
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Steuern, nicht aber von Sünden los, und indessen man 
in der Kirche von Einsiedeln so kühn wie an den 
Thoren von Wittenberg dem Sünden:Ablaß Einhalt 
gebot, aßen die Bewohner von Frutigen kein Fleisch, 
um sich und ihre Nachkommen auf friedfertige Weise 
von den herrschastlichen Rechten der Barone von Thurm 
loszulösen. 
Es mangelt uns vielleicht der zuverlässige Stand: 
punkt, um zu bestimmen, welches Lob solcher vers 
nünftig bescheidenen Tugend gebührt. Es muß lange 
fraglich bleiben, in wie fern die Errungenschaften 
höherer Civilisation die Laster derselben sühnen, und in 
wie fern die Begeisterung überirdischer Andacht die 
Jrrthümer derselben verzeihlich macht. Man denke 
hierüber, wie man will, so viel steht fest, der Chas 
rakter dieser Bauernschaft gewährt andern Hilfe, sich 
selber Frieden. Er steht an Schlichtheit und Beharri 
lichkeit in der Geschichte des menschlichen Herzens 
einzig da. Auch mag man darüber streiten, wie weit 
ihn natürliche Umstände entwickelt haben und ich würde 
mich in solchen Streit mit keinen stark ausgeprägten 
Ueberzeugungen einlassen. Die Schweizer haben sicher: 
lich in Bezug auf ihre Berge kein Gefühl irgendwie 
vergleichbar mit dem unsrigen. Mehr als Beste der 
Vertheidignng denn als glänzende Schauplähe haben 
die Höhen des Rothstocks die Geschicke derer beherrscht, 
die ringsum wohnten. Die Erziehung, welche die
        

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