Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Was wir lieben und pflegen müssen
Person:
Ruskin, John Feis, Jakob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3360215
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3361417
90 
liegt nun hierin eine wunderbare Fürsorge, dem Hoch: 
gebirge Schönheit zu verleihen. Andere, tiefer liegende 
Felsmassen werden auf ihrer Oberfläche von aller: 
hand winzigen Gewächsen gefärbt; aber diese höheren, 
dem Wetter troHenden Felsen laufen Gefahr, an vielen 
Stellen kahl zu bleiben; ihre wildgestalteten Form: 
gebilde machen öfters frische Abbrüche unvermeidlich, 
so daß ihre grelle, in keiner Weise abgetönte Farbe 
scharf ins Auge fallen würde.  Die Natur jedoch 
scheint nicht zu wollen, daß diese Farbe roh oder 
einfarbig bleibe, sondern schafft  wie es bei allen 
schönen Farben geschieht  eine Farbe, indem sie 
viele in eine zusammen mengt, und diese, ernstvoll 
und prächtig, ist derjenigen gleich, wie Kreuz: und 
Querstriche auf dem Grunde eines Manuskripts des 
14. Jahrhunderts sie hervorbringen; insbes o nders berech: 
net, weithin zu wirken, im Ton zumeist ein wenig warm, 
um vor Allem die rothen und orangegelben Strahlen 
des Sonnenlichtes aufzunehmen. Diese Wärme wird 
ferner fast immer noch von einem glühenden Orange: 
gelb gehoben, in Folge der ZerseHung des Eisens, 
welches, wiewohl in winziger Quantität, gewöhnlich 
ein merkbares Element bildet. Die orangegelbe 
Färbung verbreitet sich in ungleichen Adern nnd 
Flecken über die der Witterung lang ausgeseHten 
Oberflächen, indem sie diese mehr oder minder verdunkelt. 
Eine höchst winzige, schwarze Flechte, so winzig,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.