Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Neun Briefe über Landschaftsmalerei
Person:
Carus, Carl Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3357830
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3360028
l95 
Im Heimgehen trieb der Wind das Schneegew61k 
näher, wunderlich sauste es in tiefer Dämmerung in den 
kahlen Baumwipfeln und Fichten, und ein Mann vor 
mir hergehend in weitem Mantel, platter Mühe, mit 
schwarzem Hund zur Seite, gab eine Belebung, wie sie 
dieser trüben Naturstimmung angemessen war. 
Februar, 
VIII 
dem VolEmonde. 
Abends 
im 
Mondenschein 
8kgm 
die 
Frauenkirdhe 
hin 
gehend, gewährte das dustige Licht des Mondes herrli: 
then Anblick. Ich sah den Mond selbst nicht; einzelne 
duftige Wölkchen schwammen im dunkeln Himmel; die 
.Häuserreihe zur Linken war im Schatten und warf ei: 
nen Schlagschatten schräg über die Straße; auch.stand 
ein Brunnen im Schatten, dessen aufsteigende dunkle 
Masse gut gegen fernen Duft wirkte. Rechts waren 
die Häuser mondbeschienen, die Dcicher und Dachrin: 
neu gaben lange Schlagschatten, und obwol erleuchtet, 
standen doch dunkel die Dächer gegen den Häusergrund. 
Gewaltig hob sich nun die Kuppei der Frauenkirche ganz 
duftig in die Luft und dahinter in links noch im Um: 
13sk
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.