Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Winckelmann's Geschichte der Kunst des Alterthums: Mit 7 Kupfern
Person:
Winckelmann, Johann Joachim Meyer, Heinrich Schulze, Johann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3332099
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3337723
Anmerkungen 
zum 
siebenten 
Buch 
Gramn1atikers in Bibl. srmgcmmn. an: TZ7O4Äs.M 
       
entscheiden wagen wir nicht, weites uns schwer, ja unmög2 
lich scheint, hier völlig klares und bestimmtes auszumitteln, 
da wir in der That keine bemalte Statue besitzen, die 
man aus vernünftigen Gründen für eine Arbeit aus der 
Zeit des Plato ausgeben könnte. Daß die alte Griechi: 
sehe Kunst jedoch nicht verschmähet, Statuen mit Farben 
anzuscreichen, wir mögten sagen, zu illuminiren, geht 
hervor aus dem Von Winckelmann angeführten Bey: 
spiele. Aber es scheint auch gewiß zu seyn, daß dieses 
Bemalen ein Merkmal des uralten noch rohen Geschn1aaks 
in der Kunst war.  Läugnen können wir übrigens nicht, 
daß man nicht lange vor Platos Zeit plaskische Werke 
noch bemalte, oder wenigstens an solchen Arbeiten die 
Anwendung Von Farben für erlaubt hielt. Denn sogar 
die beyden allgepriesenen Meisierstücken des Phidias, 
der Olympische Jupiter und die Minerva Polias waren 
nicht nur von Elfenbein und Gold, sondern sie hatten 
auch vermuthlich eingeseizte Augen von Elfenbein, und 
am Jupiter war sder Oelkranz auf dem Haupte so 
wie das Gewand mit Schmelzfarben verziert. Auch an 
den erhobenen Arbeiten des Parthenon gewahrt man, 
daß vor Alters der Grund derselben blau, und verschiede2 
nes an den Gewändern u. s. w. mit andern Farben ange: 
strichen war. Zu berücksichtigen End hier auch die He: 
trurischen Basreliefs und runden Figuren an und auf Grab; 
urnen von gebrannter Erde, welche ebenfalls mit man: 
inigsaltigen Farben bunt icbermalt sind; der Styl dieser 
Figuren, so wie der Eomposition, deutet an theils Gipse;
        

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