Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Winckelmann's Geschichte der Kunst des Alterthums: Mit 7 Kupfern
Person:
Winckelmann, Johann Joachim Meyer, Heinrich Schulze, Johann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3332099
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3336519
der 
GesFhicht.e 
der 
Kunst 
des 
AlterthtcmH. 
38o 
der sehr schksne Sturz einer männlich großen Statue 
von Erz in der Gallerie zu Florenz dienen, wo auf der 
Brust wirklich der Strirh des Daumens sichtbar ist,iden 
also der Künstler bevm Bossiren des ModelIs in Wachs 
muß angewandt haben. Uebrigens glauben wir, daß die 
Alten in dem Mechanischcn der Kunst sich in manchen 
Stücken anderer Handgriffe bedient haben mögen als die 
Neuem, ohne deshalb nachahmens: oder tadelnswerth 
zu seyn, weil in solchen Dingen gar Vieles von der Ge: 
wohnheit abhängt.   
456J.Einige antike Denkmale Von gebrannter Erde mögen 
wohl zu Model1en für Marmorarbeitsen gedient haben. 
Doch läßt Ich dieses schwer erweisen, ja nicht einmal 
wahrscheinlich machen. Aber die Alten werden zuoerläßig 
nicht ohne Vorbereitung und reiflich durchgedachte Ent: 
würfe ihre Statuen verfertigt haben.x Woher käme sonst 
die bewunderns3würdige Kunst in der Anordnung ihrer 
Gruppen, dierunnachahnrliche, nur aus einem klar 
 und lebendig während der Arbeit dem Künstler vorschwe: 
benden Bilde entspringende Sicherheit, welche man an, 
ihren Kunftschöpfungen4 gewahrt2 Aber nicht weniger 
wahrscheinlich, ja gewisse Thatsache ist es, daß die Bild: 
harret des Alterthums freyer, unbefangener zu Werke 
giengen, als in unsern Tagen geschieht, wo man, streng 
genommen, nur Copieen in Marmor, nach vorher insThon 
gcarbeiteten Originalcn, Modelle genannt, liefert, und 
wo gar in den von Erz gegossenen Bildern alles Geistrei: 
the verloren geht durch mk1hsames3 Meißeln und Feilen, 
womit dem unreinen Guß nachgcholfen werden muß. 
.  Anders verfuhren die A1teni Denn die antiken Marmor;
        

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