Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Winckelmann's Geschichte der Kunst des Alterthums: welcher den zweyten Theil der Kunstgeschichte enthält
Person:
Winckelmann, Johann Joachim Meyer, Heinrich Schulze, Johann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3327183
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3330414
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Anmerkungen 
zum 
fünften Buch 
net Statuen ähnliche Figur, woran besonders der Kopf 
höchst lieblich und wohl erhalten ist, befindet sich in der 
Villa Ludovisi zu Rom.  Bezaubernd anmuthig, 
wenn auch überhaupt Von etwas minder edeln Gestalt, ist 
der ebenfalls in zahlreichen Wiederholungen vorhandene 
junge auf der Flöte blnsende Faun. Zweit dergleichen 
Figuren befinden sich im capitolinifchen Miiseum,smehs 
rere in der Billet Borghese, worunter eine von aus3ge: 
zeiehneten Verdiensten. Noih.andere trifft man in ans 
dern Museen an, z. B. zu Dresden. LSiehe .Beckers 
Augusteum teils. 78.J Unzulängliche Abbildungen der ges 
dachten schönsten Borghesischen Figur haben Panier sur. 
meilVy. 48. Und das Werk Freiburg cleZ PaZe2zzo derive 
Pilze; Bergleute, Ftemzez Z Mem. 8.sw,O auch die Vers 
muthung geäussert ist, der berühmte vom Protogenes 
gemalte Faun mit dem Behnamen liZiss2ssss,l,4iss; möchte 
das Original für diese Monumente in Marmor gewesen 
seyn. Nun setzen es zwar die vielen Wiederholungen, 
die Kunst und Weisheit, welche in der Anlage herrschen, 
so wie die elegante Zartheit der Formen ausser allen 
Zweifel, daß ein im Alterthum hoch berühmtes Werk zum 
Vorbild gedienet. Nur möchten wir, wenn nicht ganz 
besondere Umstände die Wahrscheinlichkeit begründen, auf 
kein gemaltes Original rathen. Einzelne gemalte Figu; 
ten dürften zwar zuweilen von den Bildhauern nachge: 
ahmt, auch plaitische Werke in Malereyen übergetragen 
hworden sehn. Doch daß dergleichen oft begegnet, ja 
daß man sichs zur Angelegenheit gemacht habe berühmte 
Gemälde häufig in Marmor zu wiederholen, wie es mit 
dem jungen auf der Flöte spielenden Faun csoll anders
        

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