Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Winckelmann's Geschichte der Kunst des Alterthums: welcher den ersten Theil der Kunstgeschichte enthält
Person:
Winckelmann, Johann Joachim Meyer, Heinrich Schulze, Johann
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3321170
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3326926
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Anmerkungen 
zUm 
dritten 
Buch 
gen für angemessen gelten.  Fast allgemein wird man 
auf den gedachten Gefäßen, bei leichten soelten Formen, 
guten Geschmack und eine gute Methode im Zeichnen 
finden. Denn die Kunst stand im Allgemeinen damals 
auf einer hohen Stufe der Vollkommenheit; folglich 
muß sich in allen ihren Produkten wenigstens die gute 
Schulen zeigen.. Dennoch können Basenzeichnungen den 
Zeichnungen Raphaels: oderiei:ies andern großen neuern 
Künstlers nicht füglich an die Seite gesetzt werden, weil 
in diesen das unmittelbar Eigenthinnliche des Künstlers, 
Leben und Geist im Ausdruck zu finden ist, welches 
hingegen in den Vasenzeichnungens höchst selten pflegt 
der Fall zu sein. Gefäße von geringerer Art, find ohne 
Zweifel blos non Malerntverfertigt, die zu jener Zeit 
der Klasse der Handwerker angehörten. Die Zeichnung 
ist gar nicht torrekt, flüchtig, ohne Geist und ohne sei: 
new Ausdruck; aber der Geschmack der Darstel1ungen 
überhaupt ist zu loben. An der zweiten bessern Art 
von Gefäßen gewahrt man schon manche gute Eigenschaft 
in der Zeichnung, einen reinen Begriff von der n1ensch2 
lichens Gestalt, und feine mit Einsicht und großer Ge: 
wandtheit der Hand gesührte Zuges Sicherlich. sind 
solche Stücke Von Künstlern bemalt, welche mehr als 
blos mechanische Fertigkeit besaßen. Wir bemerkten auf 
mehrern Gefäßen, daß der Maler mitsseinem ersten Ent2 
wurfe, bedeutende Abänderungen vorgenommen, den Glie: 
dem dersFrguren eine andere Richtung gegeben u. f. w. 
folglich nach seiner eigenen ErHndung muß gearbeitet 
haben.s Auf andern Gefäßen, welche in Betreff des 
Verdienstes der Ausführung mit den vorigen ohngefähr
        

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