Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
welcher die Schriften über die Herculanischen Alterthümer, die Abhandlungen von der Fähigkeit der Empfindung des Schönen, und den Versuch einer Allegorie enthält ; Mit 8 Kupfern
Person:
Winckelmann, Johann Joachim Fernow, Carl Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3312740
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3313956
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dent Saume ihres Gen-andes mit Silber künstlich einge- 
legt. Die Venus hat goldene Bänder an Armen und 
Beinen (Akmillao er Periscelides), welche aus Drath 
gewunden sind, und sie hebet stehend das linke Bein in 
die -Höhe, als -habe sie sich das Band angeleget, oder als 
wenn sie es ablösen wollte. E-Z ist auch eine Parodie, 
oder in das Lä(herliche gekehrte Vorstellung des Aeneas 
mit dem Anchises auf seinen Schultern, und dem Julus 
an der Hand, zu merken: alle drei) Figuren haben Esels- 
köpfe. Neben diesem kleinen Gruppe steht eins Esel auf 
den Hinterfüßen mit einem Mantel un-cgeworsen, von  
ber, noch nicht einen Zoll hoch. Die Liebhaber der Kunst 
und Kenner finden unter allen kleinen Figuren einen Pria- 
Haus ihrer vorzüglichen Betrachtung würdig. Es hat vers 
selbe nur die Länge eines Fingers, aber die Kunst ist groß 
in- demselben, und man könnte sagen, es sey eine Schule 
der gelehrtesien Anatomie, die dermaßen aussiudiert ist, 
daß Michael Angeld nichts besser-Z hätte geben können, und 
ich sehe in dessen Zeichuungen, in dem Cabinet des Herrn 
Cardinals Alexander 2llbani, daß er sich bemühet, Figu- 
ren von eben der Größe so gelehrt auszuführen. Dieser  
sPriapus macht eine"Art von Gebehrden, welche den Wel- 
sa)en sehr gemein,- den Teutschen aber ganz und gar 
unbekannt.ist: daher es mir schwer wird, mich zu erklären-
        

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