Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3296850
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3298007
Drang in 
1md 
Sturm 
Florenz. 
83 
nur eine Novelle aus dem Florentiner Leben trägt er vor. 
Engelgruppen von bestriikender Schönheit bilden den Abschluß 
des frischen, liebenswürdigen Werkes. Später schwindet dieser 
traumverlorene Zug. Nicht mehr der Lyriker, nur der Ers 
zähler führt das Wort und schafft in Sau Gimignano und 
Pisa jene bekannten Cyklen, die unter biblischem Titel das 
ganze Leben des Quattrocento illustriereu. Aus.dem einen 
Cyklus, der das Leben des heiligen Augustin darstellen soll, 
ist besonders das Bild berühmt, das über den. Schulunterricl1t 
des 15. Jahrhunderts berichtet. In dem Pisaner Cyklus, 
der das Alte Testament behandelt, giebt er eine Kultur: 
geschichte von Florenz. Die Legende Noahs verwandelt sich 
in eine slorentiniskhe Weinlese. Der Turmbau von Babel 
giebt Anlaß, das rührige Treiben auf einem Bauplay zu 
schildern, dabei Eos1no de Medici, der mit seinen Freunden 
den Bau besichtigt. Nicht vom Donnern der Propheten ers 
zählt er und dein blutigen Zorn Jehovas, sondern von Kriegen 
und Städtegründungen, von den Freuden des ländlichen 
Lebens. Besondere künstlerische Feinheiten hat er nicht. 
Probleme kennt er so wenig wie die Giottisien, die vor ihm im 
Camposanto gearbeitet. Aber erstaunlich ist sein sprudelndes 
Erzählertalent und die mühelose Leichtigkeit seines Schaffens. 
Minarets und Obelisken, Triumphalsäulen und Paläste, 
Gärten und Weinberge, Menschen jeden Alters und Standes, 
Tiere und Blumen  alles windet er zu bunten Bouquets 
zusammen. Bessern und bekehren zu wollen, liegt ihm so 
fern wie möglich. Nur unterhalten will er, oberflächlich 
plaudern, die Chronik seines Zeitalters schreiben. 
Picro 
Franccska. 
della 
Es 
dauerte 
nicht 
lange, 
da 
faßte 
dieser 
Geist 
des 
Reas
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.