Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3296850
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3297730
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und 
Natur 
AUtike. 
Apßs altchristlicher Kirchen thronen. Wie in Italien hatte 
es in. den Niederlanden während des Mittelalters eine große 
Monucnentalkunft gegeben, und ein Abglanz davon liegt in 
Huberts Werken. Machtvolle Erhabenheit, einfache Großheit, 
sakramentale Würde sind die Worte, die man vor seinen 
Tafeln gebraucht. Und wie verwandt He darin den Werken 
Masaccios sind, zeigt auch die Wirkung, die Ae auf die folg 
genden Geschlechter übten. Die Künstler des Quattrocento 
erinnerten sich Huberts van Eyck nicht mehr. Aber als die 
naturalistische Begierde gestillt war, als wieder die Sehnsucht 
nach dem Lapidarstil kam, stand vor dem Genter Altarwerk 
sinnend ein großer Deutscher. Vor Huberts Gott Vater sah 
Dürer die Vier Apostel. 
Ill. 
Natur 
und 
Antike. 
ersten 
Die 
Rcalisten. 
Bis hierher bietet also die Kunst des 15. Jahrhunderts 
nichts Neues. Sie hat sich ein festeres zeichnerisches Können 
erworben, hat koloristisch ein neues Ausdrucksmittel Ach ges 
schaffen. Aber stilistisch hält sie an den Anschauungen der 
Vergangenheit fest. Erst nachdem sie mit dieser sich aus: 
einandergefetzt, nachdem sie noch einmal die Stilentwicklung 
des Mittelalters vom Byzantinismus über die Mystik hinaus 
bis zur Giottoschen Monumentalkunst durchlaufen, lenlt He 
in andere Bahnen ein. Es treten Künstler auf, die, ohne 
jeden Zusammenhang mit der Vergangenheit, ganz von vorne 
anfangen, als sei der Gebrauch von Pinsel und Farbe erst 
für He erfunden. Und nun folgt Schlag auf Schlag. Es
        

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