Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3296850
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3297241
Mofaikstil. 
Der 
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die Katakombenkunft in die Vergangenheit, nicht 
kunft weist, ein Ende, keinen Anfang bedeutet. 
in 
die Zus 
Erst als seit dem Uebertritt Konstantins die ersten Kirchen 
entstanden, als das Christentum keine Sekte mehr war, sondern 
als herrschende Staatsreligion repräsentieren mußte, ents 
wickelte sich eine christliche Kunst. Das Symbolisihe, der 
Antike Entlehnte tritt zurück, und der christliche Typenkreis 
erhält seine Ausprägung. In den Mosaiken spiegelt diese 
Entwicklung sich wider. Auch Ae knüpfen technisch an ein 
Verfahren an, das die alten Römer schon kannten. Aber der 
Geist, der in ihnen waltet, ist neu. Die ganze ungeheure 
Kraft der Kirche in der ersten Zeit ihrer Anerkennung kommt 
in diesen Werken zum Ausdruck. ,,Wie einst in den Tempeln 
,,des HelIenentums die goldstrotzenden Statuen des Zeus und 
,,der Pallas prangten, so blickten nun von den Wölbungen 
,,der Basiliken die Bilder Jesu und seines Hofstaates in 1ncs:l1f 
,,voller Erhabenheit hernieder. U Feierliche Ruhe ist allen we: 
stalten eigen. Regungslos wie Bildsäulen sind Ae aufgepflanzt, 
in einfacher Sym1netrie nebeneinander thronend. Verschwunden 
ist das spielende Rankenwerk, das Tändelnde, antik .Heitere, 
das in der Katakon1benkunst herrschte. Alles ist hoheitvoll, 
ernst, iniponierend, von majestätischem Glanz wie von goldenem 
Hinnuelslicht umleuchtet. Die Mosaik1nalerei hat die Herden 
des christlichen Glaubens machtvolJ, wie für die Ewigkeit 
hingestellt, in einer Feierlichkeit und Wucht, die keine andere 
Technik erreicht hätte. ,,Die riesenhaste Größe der Gestalten, 
,,ihre Bewegungsloßgkeit, der drohende Blick ihrer weitgeöffnes 
,,ten Augen übt eine übermenschliche, beängstigende Wirkung. 
,,Der ganze Geist des Mittelalters, seine finsteres Dogmens 
,,gläubigkeit und zelotische Strenge, das unerschütterliche Machti
        

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