Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thorvaldsen's Leben nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers
Person:
Thiele, Just Mathias Helms, Henrik
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3293943
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3295532
Thorvaldsens 
TrinmpbzUS 
durch 
Deutschland. 
119 
Von Dresden ans begab sich Thordvaldsen über Leipzig nach 
Frankfurt. In Leipzig hatte Mendelssohu Bartholdy bei ThorvaId. 
sens Durchreise ein musikalisches Fest arraugirt, welchem er bei1vvohnte, 
und nach einer Festmahlzeit im Gartensale des Hotel de Saxe, anwels 
them achtzig Damen und Herren Theil nahmen, reiste er weiter. 
Sonntags, den 27. Juni langte er in Frankfurt a. M. an. Die 
Beziehung, in welcher er durch das GoethesMonn1nent mitdieser Stadt 
stand, scheint von keiner Seite weiter berührt worden zu sein. Unter 
mehreren Freunden und Bekannten aus Rom traf er hier auch eine 
Madame L. Gontard an, welche am Abende nach seiner Ankunft die 
Künstler Frankfnrts in einem belebten Kreise um ihnversammelte. Am 
folgenden Tage, den 29. Juni reiste er nach Maiuz; er sehnte sich, 
hier fein GuttenbergsMonument zu sehen, welches schon seit mehs 
reren Jahren daselbst errichtet war. Hier wurde er von der Repräsens 
tation der Stadt sestlicherweife mit Musik und flammenden Fackeln 
empfangen, und Tags darauf holte ihn der Regierungspräsident mit 
Gefolge vom iHotel ab, um ihn zu dem GnttenbergsMonument zu 
führen, welches mit Bln1nengnirlanden umwunden war. Die Volkss 
Menge, welche den Platz erfüllte, begrüßte ihn mit einem don.ss 
nernden Hoch. 
Im Stadttheater zu Maiuz wurde am 1. Juli eine Vorstellung 
,,zur Feier der Anwesenheit des allverehrten Meisters und Ehrenbürs 
gers, Ritter Thorvaldsen0 gegeben; zwei Tage verstrichen in Mainz 
bei Festen und festlichen Mahlen, und das GuttenbergsMonument war 
jeden Abend beleuchtet. 
Am 3. Juli verließ ThorvaldsenMaiuz, und ging über Mannheim. 
nnd Karlsruhe nach Stuttgart, wo er Dieustags, den 6. d. M. ans 
langte. Obgleich es bei seiner Ankunft im ,,Hotel zum König von 
Englands, schon Abend war, begab er sich sogleich auf den Platz des 
SchilIeriMonumentes, um dasselbe, welches seinenFeustern gegenüber; 
stand, näher zu betrachten. Doch während er hier stand, nnd allein 
umhergiug, hatte das Gerücht seine Ankunft verkündet, und eine Des 
putation, bestehend aus dem Comitevorstande für Errichtung des Mos 
numentes, dem Hofrath von Reinbeck und dem Director der öHents
        

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