Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thorvaldsen's Leben nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers
Person:
Thiele, Just Mathias Helms, Henrik
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3286116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3287167
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Dankfthreiben an die Akademie. 
den, welches wir jedoch, wie es schon öfter der Fall war, nur aus 
der Antwort des Vaters kennen, die uns einen liebevollen Brief vor: 
aussehen läßt, in welchem er ebenfalls nicht versäumt hat, sich nach 
dem Wohlbeßnden seines in Kopenhagen hinterlassenen Pudels, Pri: 
mon, zu erkundigen. Aber Thorvaldsen schuldete noch immer nicht 
allein der Akademie eine Danksagung für die Verlängerung des Sii: 
pendiums, sondern auch Abildgaard eine Antwort auf dessen vorher 
erwähntes Schreiben vom Z. Decbr. 1799, und dieser Arbeit ent: 
ledigte er fah nun einige Tage nach der Absendung der Kisten nach 
Livorno. 
Wir theilen diese Briefe hier mit: 
. ,,Rom, d. 4. April 1800. 
,,Unterthänigstes Pisa Memorial 
Aus dem von der Königlichen Academie erhaltenen Schreiben habe 
ich mit großer Freude die Güte ersehen, mit welcher die Academie meine 
Arbeit angesehen hat, welche mich zu noch größerm Fleiß und Streben 
ermnntert hat, die Vollkommenheit zu erreichen, die meine Fähigkeiten er: 
lauben, so daß ich bald wieder hoffe, der Aeasiemie neuere Proben meines 
Fortschrittes zu zeigen. 
Jch schulde der Academie die ehrerbietigsie Danksagung für die Ver: 
1ängerung meines Reisesiipendiums rmd die günstige Resolution, daß das 
Stipendium des einen Jahres in je welchen Terminen avaneirt werden kann, 
wie ich es benöthigt sein möchte; muß aber nun zugleich darum anhalten, 
daß dieses leHtere sobald wie möglich meinem Banquier hier anempfohlen 
werden möchte, damit ich zu jeder Zeit bereit sein könnte, Rom zu verlassen, 
wenn die Umstände es erheischen sollten. 
Ich wünsche hier so lange wie möglich zu bleiben, aber die Fremden 
sind bereits oft Verfolgnngen unterworfen gewesen, und können es leicht 
aufs Neue in der Zukunft werden, und dann könnte ich durch das Verloren: 
gehen eines Briefes in,Verlegenheit kommen, wenn über diese Sache nicht 
im Voraus vollkommen entschieden sei. 
Wenn die Umstände es erlauben, dann ist Hoffnung und Wunsch mit 
der Academie übereinstimmend, daß ich mich auf meiner Rückreise einige 
Zeit in Paris aufhalten könnte. 
Und so verbleibe der Academie 
 nnterthänigster 
B. Tl1orvalc1seu.77 
An Abildgaard schrieb er ausführlichen
        

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