Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thorvaldsen's Leben nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers
Person:
Thiele, Just Mathias Helms, Henrik
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3286116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3289637
wegen des Aleranderzuges. 
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fes für Dänemark keine Wiederholung sein würde und demnach kein 
Grund vorhanden sei, den bereits gefaßten Plan auszugeben. Diesen 
Brief des Barons kennen wir nur aus dem spätern Verlauf der 
Sache, wogegen wir fein Concept zu einem Schreiben von Thorvald: 
sen an den Prinzen vorgefunden haben und hier mittheilen: 
Rom, 9. Mai 1818. 
,,Jndem ich meinen unterihänigsien Dank für das gnädige Schreiben 
ausspreche, mit welehem Ew. königliche Hoheit mich am 7. April beehrten, 
beziehe ich mich ganz nnd gar auf den Jnhalt des Briefes, den Se. E,rcel: 
lenz, Baron V. Schubart, heute abgehen läßt. Derselbe hat vollkommen 
meine Gedanken. ausgesprochen, und es würde überflüssig sein, noch ferner 
. etwas hinzuzufügen, um so mehr, weil er Ew. Königlichen Hoheit die Bergs 
sicherung gegeben hat, daß meine Arbeit ein Original und keine Copie wer: 
den wird, sodaß sowohl Sie, wie das däuisehe Publikum in dieser Hinsicht 
vollkommen beruhigt sein können. 
Einen bessern Fiirsprceher als den guten, edlen Baron konnte ich nicht 
wählen, derselbe ist mir zngethan, liebt die Kunst leidenschaftlich nnd ist von 
den wsrmsten Gefühlen für Ew. Königliche Hoheit durchdrungen. 
 Unterthänigst.sI 
Das Schreiben des Barons Schubart an den Prinzen scheint 
die gewünschteWirkung in Kopenhagen hervorgebracht zu haben, wo 
die Ge1uiither sich nun beruhigten und die Sache geordnet wurde. 
Indessen gab der Prinz doch die Subscription ganz aus und von 
einem Geschenke des Volkes an den König war nicht mehr die Rede. 
Dagegen erwirkte er bei dem König selbst, daß nun die Bestellung 
von der Regierung ausgehen solle, und durch ein Alierhöchsies Re: 
script vom 15. Juli 1818 erhielt die Schloßbau:Co1umisfion den 
Befehl, den Fries und die beiden Caryatiden in Marmor 
bei Thorvaldsen zu besielleu. Dies geschah auch noch im Laufe des 
Juni, nachdem die Fiuanzverwaltung der CommissIon 15,000 Spe: 
cies zur Verfügung gestellt, eine Summe, die Thorvaldsen in belie: 
bigen Terminen erheben lassen könne. Der Oberbau:Director Hausen 
übersandte Thorvaldsen einen Grundriß des Saales im Schlosse 
Chriskiansburg, zu dessen Ausschmückung der Aleranderzug bestimmt 
sei, und sprach die Hoffnung aus, daß das Basrelief, wenn es auch 
nicht so angebracht und dem Auge des Beschauers so nahe gerückt
        

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