Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thorvaldsen's Leben nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers
Person:
Thiele, Just Mathias Helms, Henrik
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3286116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3289626
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Correfpondenz mit dem Pkinzen Christian 
Meijterwerken unsers Künstlers zu erhalten, behufs der Erfüllung 
desselben eine Summe von 6s800 Seudi angewiesen und ausdrück: 
lich den Jason, Mars, Adonis und die Heide genannt hat, macht er 
hinsichtlich der Bestellung auf den Aleranderzug die Ansicht geltend, 
die wir bereits aus dem Schreiben des Professors Kruse kennen. Am 
Schlusse seines Schreibens geht er zu der projeetirten neuen Besiellung 
folgendermaßen über: 
   Wir bauen aber darauf, daß Sie, Herr Professor,    
einen neuen Fries von derselben Größe co1nponireu nnd in Marmor ausfüh: 
ren werden, in dessen Besen Dänemark allein käme. Die Wahl des Snjets 
muß dem Künstler iiberlaHen bleiben; aber für den Fall, daß mehre Sujets 
Sie gleich sehr ansprächen, würden Sie mich sehr verbinden, wenn Sie 
zwei oder drei derselben mir nennen wollten, ich würde alsdann näher mit 
Ihnen über das, welches wir namentlich ausgeführt wünschen, in Brief: 
Wechsel treten. Sind Sie, wie ich hoffe, geneigt, diese Bestellung anzuneh: 
men, dann bitte ich Sie, im Uebrigen auf meine Bestrebungen, ein so sehö: 
nes Ziel erreicht zu sehen, zu bauen. 
 Sie werden erlauben, daß ich Jhnen bei dieser Gelegenheit den Bild: 
hauer Freund , Artisi der Akaden1ie, empfehle. Er wird bald nach Rom 
kommen und die Akademie hofft, in diesem talentvolleu jungen Mann durch 
Ihre Leitung einst einen tüä;iigen Künstler zu erblicken. 
Die vielenBestellungen, die bei dem so allgemein geschäszten und hoch: 
geachteten Künstler eingehen, werden  ich sehe es wohl ein  Jhre Reise 
nach dem Vaterlande verzögern können; jedoch bauen wir darauf, daß sie, 
wenn auch aufgeschoben, nicht aufgehoben ist; sie ist zu erheblich für das 
Blühen der Kunst und für die Freunde derselben in Dänemark. Jch Vereine 
meine Wünsche mit den dieser und hoffe die Freude zu genießen, Sie bald hier 
zu sehen und Ihnen die unun1schränkte Hochachtung zu bezeigen, mit welcher 
ich mich, Herr Professor nnd Ritter Thorvaldsen, nenne 
Kopenhagen, d. 7. April 18l8. Ihr  T;e:k:VLli19er 
Baron V. Sehubart war seit Anfang März d. J. Thorvald: 
sen7s Gast in Rom, Unser Künstler konnte somit seine Hilfe in einer 
Zeit beanspruchen, wo es galt, ein wenig diplomatisch zu verfahren 
,1Md ,,V0Mehme Briefe zu scl;reibe1M 
Unter feiner Leitung wurde nun auch diese Angelegenheit in 
Ordnung gebracbtund Schubart schrieb vorläufig selbst an den Prin2 
zen Christian, um diesen zu überzeugen, daß das Exemplar des Fries
        

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