Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thorvaldsen's Leben nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers
Person:
Thiele, Just Mathias Helms, Henrik
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3286116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3289400
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Verhandlungen über 
der ersten Gelegenheit die Uebersendi1ng alles Desjenigen, was zur Vor: 
trätähnlichkeit des Fürsten beitragen könne, versprach sowohl einem 
Architekten in Rom eine Zeichnung des Piedestals  welches er in Gra: 
nit oder in Porphyr ausführen zu lassen vorschlugsszu geben, so wie 
die zwei Basreliefs zu modelliren, wenn man ihm die noihwendigen 
AuseinanderseHungen insBetrefs der Gegenstände mittheile , die man 
für dieselben aus dem Leben des verstorbenen Fürsten erwählt habe; 
 und im Anfange des Oktobers 18l7 war die Angelegenheit so 
weit in Warsrhau gediehen, daß man von dort aus dem Fürsten 
Stanislaus Poniatowski in Rom den Austrag geben konnte, die 
nähern Unterhandlungen mit Thorvaldsen zu eröffnen Und demselben 
den Contraet vorzulegen. Aber durch dieseDazwischenkunft des Für: 
sten Stanislaus scheint es, als seien Misverständnisse eingetreten, 
nnd als der Contract Thorvaldsen vorgelegt wurde, fand er densel: 
ben, namentlich in zwei Punkten, nicht mit Dem übereinstimmend, 
was durch den schon gesiihrten , sogar weitläusigen Brieswechsel fest: 
gestellt sei. Erstens war im Contracte nicht allein die Verbindlichkeit 
unserm Künstler auferlegt, die Statue zu modelliren, sondern auch, 
und zwar in dem genannten Zeitraum von 12  15 Monaten, die 
Ausführung derselben in Bronze nnd die Errichtung des ganzen Mo: 
numents aufgebürdet, während er, wie er selbst in einer Antwort 
vom 17. December sagt, so wenig wie irgend ein anderer Bildhauer 
der Welt, den Guß in Vronze übernehmen könne, indem dies eine 
selbstständige Kunst sei, und er nur versprochen habe, wenn der Guß 
vollendet wäre, nach Warschau zu kommen, unt die letzte Hand an 
denselben zu legen und die Errichtung des Monuments zu überwachen. 
Zweitens war die suecessive Auszahlung des bereits fsiher genannten 
Honorars von 12,000 römischen Sendi nicht stipulirt. Dies ver: 
anlaßte Thorvaldfen vorläufig seine Unterschrift zu verweigern nnd 
seinem oben erwähnten Schreiben vom 17. December, der größeren 
Deutlichkeit wegen, seinerseits folgenden Entwurf des Contracts bei: 
zufügen:
        

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