Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thorvaldsen's Leben nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers
Person:
Thiele, Just Mathias Helms, Henrik
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3286116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3288803
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Erneuerte Einladung 
schluß , sie zu besuchen. Doch die Sihubart9sche Familie war bereits 
wieder im BegriH, das liebe Montenero zu verlaHen, um eine andere 
Luft in Florenz zu lUThEU , Wo sie nach den Vorschriften des Arztes 
sich wenigstens einen Monat aufhalten sollte, und sie lud deshalb 
unsern Künstler ein, ihr in Florenz zu begegnen, woselbst ein Zim: 
mersihu im Palazzo Capponi erwartete. 
Thorvaldfen wäre gewiß gern dieser Einladung gefolgt, aber 
noch bevor er die nöthigen Vorkehrungen getroffen, erfuhr er, daß 
seine Freunde aus Montenero ihn sehr bald auf ihrerDurchreise nacy 
Neapel in Rom besuchen würden, und somit kam es diesenSommer, 
wo es seiner Gesundheit so ersprießlich gewesen wäre, zu gar keinem 
Anssluge. Gegen Ende Oktobers kam der Baron mit seiner kraus 
ken Gemahlin nach Rom und brachte dort acht Tage zu, die gewiß 
nicht ermunternd für Thorvaldsen waren, indem der Zustand der 
Baronin, durch eine nach den Aussagen der Aerzte unheilbare Krank: 
heit entstanden, hoffnungslos war.  
Um diese Zeit erhielt Thowaldsen wiederum ein Schreiben von 
dem Prinzen Christian, vom 3. Septbr. 1812. Der Prinz hatte der. 
Schloßbau:Co1umission den V. Schubart7sehen Brief vom 10.April 
d. J. mitgetheilt und sie aufgefordert, in Unterhandlung mit un: 
ferm Künstler zu treten. Diese Aufforderung durfte man nicht unbe: 
achtet lassen, und die Coinmisston wurde bald darauf vom Könige 
ermächtigt, mit Thorvaldsen in Betress seiner Rückkehr in Brief; 
wechsel zu treten. Als aber die Co1nmission den Prinzen hiervon be: 
nachrichtigte, hatte sie zugleich eine Mittheilung des Besitzers des 
norwegifchen Marmorbruchs hinzuzufügen, welche dahin lautete, 
daß jener große Block und einige kleinere zwar zu Diensten seien, daß 
aber angestellte Versuche ergeben hätten , daß der weiße Marmor nur 
an der Oberfläche des Bruches liege, daß man bereits in der Tiefe 
auf blauen gestoßen sei, der aller Wahrscheinlichkeit nach noch tiefer 
in schwarzen übergehen würde.  
DieAngelegenheit stellte sich also weniger günstig für den Print: 
zen, der unt jeden Preis Thowaldsen7s Rückkehr wünschte, während 
die Baucommisston, wie es scheint, durch diesen Umstand sich vers:
        

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