Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thorvaldsen's Leben nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers
Person:
Thiele, Just Mathias Helms, Henrik
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3286116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3288255
Correfpondenz. 
173 
Küster, acconIpagnirt von Pianoforte, Violino und BaiTo. Die Dekoration, 
wo wir speißen, fand allgemeinen Beifall; auf einer Erhöhung war has 
Basrelief die Grazi en mit den um sie hertanzenden Musen angebracht; 
an jeder SeiteIderselben zwei Colonnen mit Jbter und Ihrer Gemahlin 
Büftcn, bekränzt mit Lorberkranzen , die unsere gute  gewunden hatte; 
über dem Ba6relief waren di e d rei G enien is e r T a use als Medaillo11 
von Lorbern eingefaßt und die dahin geleiteten Fefions fielen von dort über 
das unten üehende Basrelief mit den Musen herab. Ueber dem Tische ein 
Kronlenchter, gleichfalls von Lvtbern nnd Orangen. Während wir 
speißen, spielten die gemietheten Mu1Ikanten Symphonien. Nach Tische 
wurde bis gegen 4 Uhr getanzt, und so befchloJen wir Alle fröhlich die 
Geburtsfeier E1v. Excellenz. 
Ew. Ercel1enz sehen, daß irh nicht habe   DE 
An die Gräfin Schimmel1nann schrieb 
händig folgendes Concept: 
Thorvaldscn darauf eigen: 
,,So angenehm es mir auch gewesen ist, Jhro Gnaden geäußerteu 
Beifall mit dem gewünschten Taufstein zu erfahren, und als ein Pfand 
dieses gnädigen Beifalls durch Ihren vortrefflichen Bruder S. T. Khrr. 
B. S. von Ihnen eine Tnchnadel, mit Diamauten besetzt, zu empfangen, 
würde dieselbe sur mich doch eineniweit größern Glanz gehabt haben , wenn 
ich sie empfangen hätte, nachdem Ew. Erc. selbst diese meine Arbeit be: 
schaut hätten. Denn ich muß nun den geänßerten Beifall Ew. Gnaden 
als eine Folge des Namens betrachten, den ich mir im Auslande erworben 
habe; aber ich werde hoffen , daß, wenn die Zeiten es erlauben und Ew. 
Gnaden diese Arbeit empfangen, deren Ausführung Sie mich würdigtest, 
Sie dann ersehen werden, daß dieselbe mir sowohl Kunst wie Fleiß gekostet 
hat, daß genannte Anslage auf 4s7 St. ökonomifG berechnet ist, und 
daß ich bescheiden meine Kr;nß und meinen Fleiß auf 
eben so viel wie genannte Auslage schätze, folglich daß bei 
dieser Arbeit mein liebßer und angenchmster Gewinn der ist, daß ich mir 
mit dem günstigenBeifall und der Gewogeuheit Ein. Gnaden fchn1eicheln darf. 
.Jch empfehle mich stets mit der ticfftensEhrerbietung 
  Ein. Gnaden nnterthäniger Diencr.ss 
Jedoch dieses Concept hat er ohne Zweifel verworfen, weil er 
selbst,oder Andere gefunden haben mögen, daß er gar zu deutlich 
darin zu erkennen gegeben hatte, daß die 487 Scudi, die v. Sehn: 
bart genannt, nur die Hälfte der Summe betrüge, die ihm zu: 
käme. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.