Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thorvaldsen's Leben nach den eigenhändigen Aufzeichnungen, nachgelassenen Papieren und dem Briefwechsel des Künstlers
Person:
Thiele, Just Mathias Helms, Henrik
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3286116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3288019
und an Abildgaard. 
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einen kleinen Theil genügen, indem es mich sehr verdrießt, daß ich gerade 
in diesem Augenblicke nicht mit einer größern Summe ausrücken kann. Sie 
werden hier 100 Scudi Romani finden, die Sie die Güte haben werden, 
ßkh sofort auszahlen zu lassen; der Wechsel auf Pappiani isi Ei vista und 
folglich brauchen Sie nur aus die Rückseite desselben ein ricevuro und Jh: 
ren Namen zu schreiben. Künftigen Monat sollen Sie mehr erhalten, und 
werde ich zugleich Ordre geben, daß Jhnen die bewußte 
Gratifieation ausgezahlt wird. Es thut mir leid, daß ich in 
diesem Augenblick nur 100 Scudi senden, aber Sie müssen damit fürlieb 
nehmen, bis ich mehr bezahlen kann.   Alle Zeitungenhaben von der 
kolossalen Freiheitsstatue gesprochen, die Sie für die nordamerikanischen 
Staaten ausführen sollen.s Möchten Sie mir doch etwas hierüber sagen, 
und zugleich , was aus dem Peni1ant zum großen Herkules des Torlonia 
wird, welches Sie verfertigen solltenl Ich war so erfreut, daß Sie Canova 
gegenüber austreten würden.  
Abildgaard dagegen hatte, wie es aus seiner Antwort vom 
14. Aug. 1806 hervorgeht, Thorvaldsen im Wesentlichen misver: 
standen. Er meinte, Thorvaldsen wolle seinen Professor:Gehalt aus: 
gezahlt haben, der doch der ursprünglichen Bestimmung narh bis zu 
seiner Rückkehr der Cafse der Akademie zufließez nnd Alles, was er 
vorläufig bewerkstelligte, war die Bezahlung des Mosca Pia Clemens 
rino und das Versprechen einer baldigen Abschlagszahlung von 100 
Rdlr. Diin. Crt. auf die Biiste Baden,s, weshalb Thowaldfen ihm 
auch später nochmals schrieb wie folgt: 
,,Gnter Herr Justizrathl Ohne Damms, 
Mit vielem Vergnügen habe ich Jhren Brief vom M. Aug. empfan: 
gen und erkenne ich immer Ihre Sorgfalt für mich an. Die 80 Scudi für 
das Masern Pia c1emeuriuo habe ich richtig erhalten. 
In Betreff des Misverständnisses mit meiner Forderung an die 
Academie war es meine Meinung, daß Sie, lieber Herr Justizrath, dafür 
Sorge tragen würden, daß die drei letzten O.uartale meines 
Reisestip endiums, die ich noch zu fordern habe, mir ausgezahlt wer: 
den möchten, und daß Sie zu dem Ende von Freilich S. C. verlangen wür: 
den, daß sie mir hier eine Anweisung auf denjenigen Theil meines Reise: 
stipendiums zukommen ließen, den ich noch gut habe. 
Die Büste des ProfesTors Baden ist fertig und soll nach Jhrem 
Wunsch abgesandt werden, zugleich eine andere Buße für Dr. ScheelstJi 
II Sartorph7s Büste.
        

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