Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Licht und Beleuchtung
Person:
Lotz, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3279317
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3279971
stadt, dessen Auslagen durch Lichtreklame der verschiedensten Art auf das wirkungs- 
vollste gesteigert werden kann. Zu den indirekten Lichtwerbemöglichkeiten rechne 
ich auch die in der modernen Architektur sich in letzter Zeit schnell einbürgernden 
gläsernen Aufzugswände in Geschäfts- und Hotelbauten, die bei Nachtbetrieb das 
reizvolle Bild der hellbeleuchteten hinauf- und hinabgleitenden Aufzüge bieten 
und damit eine Reklamewirkung für das betreffende Unternehmen erzeugen. 
Diese kurze Darstellung der verschiedenen Lichtreklamemöglichkeiten im Städte- 
bild macht keinen Anspruch auf Vollständigkeit, handelt es sich doch um ein Gebiet 
des Werbewesens, das noch in voller Entwicklung begriffen ist und ständigen Wand- 
lungen und Verbesserungen unterliegt. Es kam mir allein darauf an, in gedrängter 
Form darzutun, daß die Lichtreklametechniken eine große Zahl von Variationen ge- 
statten und daß sie künstlerischerMeisterung fähig sind, ohne daß hierbei der eigent- 
liche Zweck leidet, ia daß im Gegenteil die Ersetzung des chaotischen Durcheinan- 
ders durch ein gewisses System, das auch der Lichtreklame Grenzen weist, letzten 
Endes den Werbezweck nurfördert. Die Reklame glaubte in den letzten jahrzehnten 
das gesamte Städtebild als vogelfrei erklären zu dürfen, jeder Versuch, sie in ord- 
nende Bahnen zu lenken, wurde als sinnwidrig und wirtschaftlich untragbar zurück- 
gewiesen. Die Folgen davon sind nicht ausgeblieben und vielleichtwardieser-Umweg 
notwendig, um auch die breite Masse der Bevölkerung darüber aufzuklären, daß der 
Werbung nicht das Recht eingeräumt werden darf, sich über alle Rücksichten auf 
städtebauliche Elementarerfordernisse hinwegzusetzen, sondern daß sie sich dem 
Straßen- und Platzbilde genau so einzuordnen hat wie das einzelne Bauwerk. Den 
gestaltenden Künstlern liegt es ob, innerhalb dieser Schranken eine Werbekunst 
zu höchster Wirkung zu entfalten, die wir im Nachtbild der modernen Stadt nicht 
mehr entbehren möchten.
        

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