Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spemanns goldenes Buch der Kunst
Person:
Spemann, Wilhelm Becker, Felix
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3263589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3271548
 52T2Mv1t. 
Nro. 1028. 
orauszusagen, was den bildenden 
Iünstlern dersGegenwart oder näch: 
en Zukunft an Gelegenheiten, sich 
eltend zu machen, beschieden sein 
5nne.    
1028. Künstler nnd Kritiker. 
jede geistige Prodnktionskraft, je: 
er bildende Künstler znmeist, steht 
ente einer so kolossalen Macht 
on aktiver Kritik gegenüber, wie 
e dem bloßen Ge1vichte nach vor 
O Jahren nicht vorstellbar war. 
Diese aktive Kritik ist Cihrer eigenen 
sxistenz wegenJ auf fortwährende 
ngreifende Kriegfiihrung ange: 
niesen. All das anfängliche 
Streben eines Künstlers hat nicht 
arin jedoch zu bestehen, diese Macht  
zu besiegen, oder sich ihrer zu er: 
wehren, sondern sie dahin zu bringen, 
daß sie ihn zum Ziele ihrer Angriffe 
macht. Dies verlangt rasche le: 
bendige Thatkraft, unablcissige Auf: 
merksamkeit und zuglei6h doch wie: 
der bei der eigentlichen hervor: 
bringenden Thätigkeit einen stillen 
Verkehr mit der Welt nnd mit sich 
selber, um ruhig und unbefangen 
und unbekümmert seiner Arbeit sich 
hinzugeben, als sei das Leben ein s 
nie abbrecheuder sonniger Sommer: 
tag. Das sind harte Gegensätze. 
Nur wer sie zu versöhnen vermag, 
darf sich einen echten Sohn des 
20. Jahrhunderts nennen.
        

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