Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spemanns goldenes Buch der Kunst
Person:
Spemann, Wilhelm Becker, Felix
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3263589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3271524
.Zezplskvn. 
Nro. 1026. 
Gegenwart überhaupt das Jnteresse ersten geistigen Stoß giebt ihm der 
für die Geschichte früherer Epochen Anblick der Boisserc5eschen Samm: 
und zweitens liegt den Regierungen lung älterer deutscher und nieder: 
selbst daran, die jugendlichen späte: ländischer Gemälde, verbunden mit 
ren Staatsbürger für das früh be: dem Erscheinen von Goethes Faust 
ginnende Parteileben historisch vor: und dem Neubekanntn1erden der Ni: 
zubereiten. So haben die früheren belungen. Beide beginnt er zu illu: 
Jahrhunderte ihren Reiz verloren strieren. Er sieht die Natur mit 
und ist es gekommen, daszderMasse den Augen der älteren deutschen 
des Volkes die Formensprache der Meister an. Man unterstützt ihn. 
antiken Skulptur nicht mehr recht Man macht ihm möglich, nach Rom 
verständlich ist, obgleich man für die zu gehen, wo Overbecks Gesellschaft 
in ihnen verborgene, den Geist er: ihn in das italienische Quattrocento 
freuende Schönheit immer noch einführt. Dann geben die aus Paris 
empfindlich ist. nach Rom zurückkehrenden Werke 
iss1026. Cornelius, der größte der Antike nnd Raphaels seiner 
deutsche Maler des 19. Jahr: Phantasie eine neueRichtung. Hier: 
hnnderts. Die Bildhauerei ist mehr zu tritt der Einfluß des in Geschichte 
konservativer Natur, die Antike hat und Litteratur des Altertums in 
für sie deshalb auch heute ihren Wert Rom damals als Kulturmacht mal: 
nicht verloren, die Maler aber be: tenden Riebnhr. Niebuhr hat zu: 
gannen früher schon, den Unterschied erst den ,,großen Künstlers in ihm 
zwischen Antike und Natur einzu: gesehen. All diese Einwirkungen, 
sehen. WelcheUmschwünge hier mög: wie sie aufeinander folgen, lassen 
lich waren, soll an dieser Stelle nur sich in Cornelius7 Werken und 
Eornelius zeigen, welcher der größte Entwürfen erkennen. Cornelius 
Maler des 19. Jahrhunderts ge: hat Kraft, alles aufzunehmen und 
wesen ist und auf den alle den Ent: in eigener Phantasie neu zu ge: 
wicklungsgang der Malerei bezeich: stalten. Er sucht weder die reine 
nenden Unterschiede seines Jahr: ,,Naturtt, noch die ,,Griechentt, noch 
hunderts von Einfluß waren. das ,,Quattrocentott allein, sondern 
Cornelius7 Entwicklung ist recht alles zu gleicher Zeit. Eine seine 
sichtbar das Produkt vorwärts: Fortschritte bewundernde Schar 
dringender geistiger Anlagen, eines umgiebt ihn, der Kronprinz von 
kräftigen Körpers und günstigen Bayern als vornehmste Gestalt 
Schicksals im großen Stile gewesen. darunter, er wird als dirigierende 
Als Kind eines Galerieinspektors und schafsende Kraft nach Deutsch: 
CgebOteUzUDUsfE1dOTf 1783J1varen land berufen und sieht sich in Mün: 
seine ersten Eindrücke Rnbens7 ge: then umfangen von Ehren und Be, 
waltige Figuren. Seine früh ver: wunderung, als ausstrahlende Mitte 
witwete, mittellose Mutter will ihn einer grenzenlosen Thätigkeit. Dort 
ein Handwerk lernen lassen, aber entstehen nun Wandgemälde gewal: 
er erzwingt die Malerlaufbahn und tiger Dimension, welche in ihrer 
schlägt sich durch bei AUsfÜhtUUg voll Folge den Weg zeigen, den er ni1nmt. 
Aufträgen jeder Art. Er ist schon Jm Göttersaale der Glyptothek noch 
nicht mehr jung, Als er k11FmUk: die in Rom errungenen Anschauun: 
fnrt immer noch so seinen Lebens: gen, in den homerifchenWandgemäI: 
nnterhalt verdient. Seine viel: denderEinflnszDavids und der aka: 
fachen Arbeiten ans jenen Zeitenldemischen Malerei, in denen der 
haben etwas Durchschnittliches. Den Ludwigskirche der Versuch eine neue
        

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