Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spemanns goldenes Buch der Kunst
Person:
Spemann, Wilhelm Becker, Felix
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3263589
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3271448
VI2kI0IUu. 
UND. 101Z. 
und eine furchtbare Faust mit Hildebrands in wunderbarer Voll: 
dem Hammer den sie umklammert endung  ausgeführter knieender 
reckt sich empor. CDieses Bild ist Jüngling wirkt auch im höchsten 
neuerdings oft benutzt worden.J So Grade als lebensvoll, hält sich zu: 
sieht Meunier seine Arbeiter. Jhre gleich aber so still an seiner Stelle, 
körperliche Rückbildung ins Elemen: als wolle er sich niemals wieder er: 
tare macht er zum Träger von heben. Dasselbe gilt von desselben 
Gestalten, deren eine wir gedanken: Meisters stehendem Jünglinge der 
los ruhig dastehend in iibermensch: Berliner Nationalgalerie. Das un: 
Iicher Höhe aufragen sehen.  bewegliche Lebendige dieser Ge: 
 Begreiflich muß erscheinen, daß stalten, nicht minder das der aus: 
ein solcher Künstler für solche gestellten Büsten, bringt sie den 
Werke eine Stätte suOe, wo autiken Bildwerken nahe. Und 
sie als gedankenerregende Leistung doch ahmt Hildebrand die Antike 
edler Art einen herrschenden Rang nicht nach, sondern geht dem An: 
einnehmen. Auch, daß er ihre scheine nach geradesweges auf die 
Aufnahme in die offizielle große wahrhaftige Natur zurück. 
Ausstellung nicht vom Gntdünken Aber auchderbelgische Meisterthut 
anderer Künstler abhängig machen das, seiner Meinung nach,doch wohl. 
wolle. Auch das; er auf etwaige Beide Bildhauer verdanken meinem 
dem Publikum in die Augen leuch: Gefühle nach einen Teil ihrer Form: 
tende Belohnung seines.Talentes gebung einst empfangener akade: 
durch den Staat verzichte. Diese mifcher Schulung. Hildebrand das 
Denkungsart liegt hierin der Natur meiste freilich den Jtalienern des: 
der Verhältnisse. Meunierbeherrscht jenigen Jahrhunderts, das dem 
feine Kunst als Meister. Er weiß Raphaels vorausging und in dem 
was er will und bringt es  wäre Overbeck einst die ,Naiurt erblickt 
er ein Maler: man würde sagen hatte. Hildebrand aber faßt jedoch 
2mit gewaltiger Pinselfiihrungt zur das Quattrocento anders auf als 
Anschauung.  dieser. Er erinnert in seiner Meißel: 
, Für einen Meister dieser Art führung nicht an Donatello, als 
Ist die Ausstellung der Sezession habe er diesem etwas abgesehen, 
ein Bedürfnis. aber Donatello erinnert an ihn. 
1012..HildebrnndlMünchen:Flo: Jntensive Verwandtschaft empfinden 
renzJ. Neben Meuniers wilden Figu: wir. DonatelIos Porträtköpfe um: 
ten stehen da nun die stiller gearteten fängt dieselbe unbewegt hinbrütende 
Werkedesjenigen Bildhauers, dessen Atmosphäre. Es scheint, was wir 
Florentiner und Munchner Ateliers bei ihm sehen, die ,reine Form 
heute gleichen Ruhm tragen: des der Naturt zu sein.  
Thüringers Adolf Hildebrand. Als Auch Hildebrand meintedoch wohl, 
eines derstärkeren Kennzeichen seiner daß die Sezession dem Publikum die 
Menschendarstellung erscheint in den tiefere Auffassung feines Talentes 
hier sichtbaren Werken, welche aus besser ermögliche. Judas Gedränge 
verschiedenenEpochenseinerThätig: der Großen Ausstellung gehören 
keit stammen, die.Ruhe, die sie aus: diese Werke nicht. Sie sind 
atmen. Jener. wie ein Denkmal vollendet in ihrer Durchführung. 
emporragende Grubenarbeiter steht Ein beginnender Bildhauer, dessen 
wie. erstarrt da, aber doch als ein Naturell etwa in gleicher Richtung 
Mensch der etwas erwartet. Ge: läge, könnte in dieses Meisters Ate: 
danken durchwandeln seine Stirn. lier unendliche Förderung erfahren.
        

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